Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit

Julian Schnabel, FR, 2018
110 min., OmdU
Spielfilm
Benannt nach einem späten Gemälde von Vincent van Gogh, widmet sich Schnabels Film den letzten, von Misserfolg und psychischen Krisen geprägten Jahren des Malers: ein Porträt von unendlicher Traurigkeit, das zugleich die Kunst dieses gepeinigten Genies feiert. "Wer auf Terrence Malick und seine bedeutungsschwangeren Voiceovers steht, wird auch diesem, öh, malerischen Film viel abgewinnen können" (David Auer).
In der Gegend von Arles und Auvers-sur-Oise, wohin sich Vincent van Gogh (Willem Dafoe) zurückgezogen hat, um dem Druck des Lebens in Paris zu entkommen, wird er von den einen freundlich und von den anderen brutal behandelt. Die Inhaberin des örtlichen Restaurants hat Mitleid mit ihm und schenkt ihm ein Notizbuch für seine Zeichnungen. Andere haben Angst vor seinen dunklen und unberechenbaren Stimmungsschwankungen. Auch sein enger Freund und Künstler Paul Gaugin findet ihn zu erdrückend und verlässt ihn. Allein sein Bruder, der Kunsthändler Theo van Gogh, unterstützt ihn unerschütterlich, auch wenn es ihm nicht gelingt, auch nur eines von Vincents Werken zu verkaufen.

„Der Maler Julian Schnabel hat einen Film über den Maler Vincent van Gogh gemacht, der weitab von den Konventionen herkömmlicher Künstlerbiografien tief in die Persönlichkeit van Goghs eintaucht, um die fieberhafte Entstehung von dessen Bildern und die Andersartigkeit seines Wesens als Künstler auszuloten. Die Bewegungen der Handkamera scheinen dabei mit den hektischen Pinselstrichen des Malers geradezu eins zu werden. Auch dank der intensiven Leistung des Hauptdarstellers gelingt der Sprung von einer respektvollen Lebensgeschichte zu einem ekstatischen, in spirituelle Dimensionen vordringenden Porträt.“ (Filmdienst)