demnächst im topkino

FOLLIA

Charles Guérin Surville FR/AT, 2023
92 min., OmdU
Mark Volte, ein gebürtiger italienischer Filmregisseur, kehrt mit seiner Frau Lucia, einer Lyriksängerin, nach Sizilien zurück. Auf dem Boot auf der Überfahrt zur Insel, werden sie von Nausica und Cyclops, einem äußerst merkwürdigem Paar provoziert. Bei einem erneuten Aufeinandertreffen scheint Cyclops eine andere Person zu sein.

Panel Diskussion im Anschluss, u.A. mit Regisseur Charles Guérin-Surville.

DELEGATION

Asaf Saban PL/IL/DE, 2023
95 min., OmeU
#de Eine Gruppe israelischer Jugendlicher ist auf Klassenreise in Polen, um Gedenkstätten und ehemalige KZs zu besuchen. Der Großvater eines Schülers, Überlebender der Shoah, ist mit dabei und erzählt seine berührende Geschichte. Abgesehen von der Konfrontation mit dem Schrecken und der Vernichtung - und den äußerst unterschiedlichen Arten, damit umzugehen - geht es in dem Roadmovie auch um die Gruppendynamik, die unter den Teenagern herrscht: um vertrackte Gefühle, Liebeswirren, Feierlaune, Nachdenklichkeit, Sehnsüchte und natürlich um Betroffenheit und das Verarbeiten der Ereignisse. Eindrucksvolle Erinnerungsarbeit aus der Perspektive junger Israelis, die an authentischen Orten und mit einem Zeitzeugen besonders intensiv möglich ist.

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KISS ME KOSHER

Shirel Peleg IL/DE, 2020
106 min., OmdU
#de Nach einem Urlaubsflirt zieht die Deutsche Maria Hals über Kopf nach Israel, um mit der Barbesitzerin Shira zusammenzuleben. Doch ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, da Shiras jüdische Großmutter Berta, eine Holocaust-Überlebende, die Verbindung ablehnt. Der Clash zwischen den Kulturen ist vorprogrammiert. Mit Humor und Herz navigiert das Paar durch familiäre Spannungen, konfrontiert mit historischen Wunden und kulturellen Unterschiede. Die quirlige Komödie zeigt, dass Liebe und Zusammenhalt selbst die tiefsten Gräben überwinden können. Brillante schauspielerische Leistungen und das gelungene Spiel mit Vorurteilen und Stereotypen machen den Film zu einer kurzweiligen und zugleich tiefgründigen Erzählung über Liebe und Akzeptanz inmitten unterschiedlicher Identitäten.

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ROCK IN THE RED ZONE

Laura Bialis IL, 2014
87 min., OmeU
#de Vor einigen Monaten war im israelischen Sderot am Rande des Gazastreifens fast alles in Ordnung. Der Ort war zwar häufig Ziel palästinensischer Raketenangriffe mit Toten und Verletzten, dennoch hatten die Bewohner:innen ihren Lebensmut nicht verloren. Mit dem 7. Oktober 2023 änderte sich alles. Sderot war eines der Angriffsziele der Hamas, vierzig Menschen starben in der Terrorattacke. „Rock in the Red Zone“ entstand Jahre davor und schildert, wie lebendig der Alltag und vor allem die Musikszene in dieser heutigen Geisterstadt - die Bewohner:innen wurden evakuiert - gewesen ist. Lokale Musiker:innen trafen sich etwa in unterirdischen Bunkern, wo sie eigene Sounds kreieren – eine Fusion aus nahöstlichen Klängen und westlichen Beats. Eine Dokumentation über Kunst, Überlebenskampf, Träume und Kreativität an einem prekären Ort.

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LOVE IN SUSPENDERS

Jorge Weller IL, 2019
93 min., OmeU
#de Als die zerstreute Seniorin,Tami, den älteren Beno, mit dem Auto anfährt und verletzt, nimmt sie ihn mit nach Hause, um zu helfen und rechtliche Komplikationen zu vermeiden. Beide sind verwitwet und der Verlust ihrer Lebensmenschen bestimmt ihren Alltag. Ihre Familien und Freunde sehen die neue Bekanntschaft, auch wegen der unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der beiden, mit Skepsis. Eine herzerwärmend inszenierte Komödie über Liebe und Loslassen von Vergangenem, um das Leben im Moment, mit all seinen Überraschungen zu akzeptieren und zu feiern. Nicht nur für Senior*innen!

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SUPERNOVA: THE MUSIC FESTIVAL MASSACRE

Duki Dror IL, 2023
60 min., OmeU
#de Der Dokumentarfilm beschreibt die Ereignisse des 7. Oktober chronologisch – vom Beginn des Musikfestivals mit seiner lebensbejahenden Stimmung bis hin zu dem schlimmsten Massaker an Juden und Jüdinnen seit dem Holocaust. Das Filmmaterial besteht aus Interviews mit Überlebenden, Eltern von Entführungsopfern und Zeug:innen, aus vor Ort aufgezeichneten Handy-Videos sowie Aufnahmen, die aus Überwachungskameras, von Soldat:innen oder den Bodycams der Hamas-Terroristen stammen. Als ein Zeitzeugnis für die Gräueltaten des 7. Oktobers wird die Produktion im Einverständnis mit den Familien der Terroropfer an verschiedenen Gedenkveranstaltungen und weltweit von diversen TV-Sendern gezeigt.

Der Film beinhaltet nur wenige Bilder expliziter Gewalt und zeigt weder Schwerverletzte noch Tote.

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LISTEN

Omri Bezalel US, 2023
96 min., eOV
#de Listen begleitet eine zielstrebige junge Offizierin in Israel, die tagtäglich damit betraut ist, die Familie eines mutmaßlichen Terroristen abzuhören. Doch dann wandelt sich ihre Routinetätigkeit unerwartet und die junge Frau findet sich in einem Wettlauf gegen die Zeit wieder. Sie muss einen israelischen Soldaten lokalisieren, der entführt wurde – mitten in Gaza, bevor der Mörder ihres Vaters freigelassen wird. Als Coming-of-Age-Film konzentriert sich der Film nicht nur auf politische Herausforderungen, sondern beleuchtet auch komplexe Themen wie moralische Ambivalenzen, Liebe und Verlust im Nahostkonflikt.

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SIMONE, A WOMAN OF THE CENTURY

Olivier Dahan FR, 2022
140 min., OmeU
#de Der französischen Politikerin Simone Veil (1927 - 2017) gelang Bahnbrechendes. Sie verschaffte Frauen nicht nur einen leichteren Zugang zu Verhütungsmitteln. 1975 setzte sie als Gesundheitsministerin auch durch, dass mit der Fristenlösung der Schwangerschaftsabbruch legal wurde. Fünf Jahre war sie zudem, als erste Frau, Präsidentin des Europäischen Parlaments, bevor sie später das Sozialministerium in Frankreich übernahm. Als Überlebende von Auschwitz stand für die überzeugte Europäerin auch immer wieder das Gedenken an den Holocaust im Zentrum. Ein packendes, auch die private und familiäre Ebene umfassendes Porträt einer für Frauenrechte und Gerechtigkeit engagierten Frau, die immer wieder von ihren Erinnerungen eingeholt wurde und an der die Kämpfe und Animositäten nicht immer spurlos vorbeigingen.

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UNDER THE SHADOW OF THE SUN

Shalom Hager IL, 2023
80 min., OmeU
#de Nach 15 Jahren Gefängnis sucht der in Israel lebende Äthiopier Matko nach seinem verlorenen Sohn. Dieser war erst zwei Jahre alt, als Matko inhaftiert wurde. Das einfühlsam erzählte Drama spielt am Rand der Großstadt, wo Gewalt und Armut herrschen und durchquert verschiedene gesellschaftliche Milieus, ohne je anzuprangern. Obwohl Matkos Schicksal besiegelt zu sein scheint, erhält er eine Chance auf Rehabilitation und begibt sich auf eine emotionale Reise, die von den Höhen und Tiefen einer verpassten Vater-Sohn-Beziehung geprägt ist. Während der Vater darum kämpft, die vergangenen Jahre wiedergutzumachen, entfaltet sich die kulturelle Vielfalt des Landes vor den Augen des Publikums und offenbart eine bewegende Geschichte über Vergebung, Familie und die Hoffnung auf einen Neuanfang.

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SEVEN BLESSINGS

Sheva Brachot FR, 2022
108 min., OmeU
#de Mitreißende jüdisch-marokkanische Lebenslust, ansteckende Feierlaune, dazu Großfamilienturbulenzen mit allem, was dazugehört. Und mittendrin ein frisch getrautes Ehepaar in den Vierzigern, das sich laut Tradition in sieben verschiedenen Haushalten von Verwandten und Freund:innen kulinarisch verwöhnen lassen muss. „Muss“, weil das nicht immer vergnüglich ist. Der eine Familienvater ist strengst religiös, ein Verwandter Alkoholiker, Gastgeberinnen und Mütter benehmen sich mitunter übergriffig, Respektlosigkeit, Peinlichkeiten, Rivalitäten und Sentimentalitäten zehren an den Nerven der Frischvermählten. Dazu kommen noch Familiengeheimnisse, Verdrängtes und Verschwiegenes - und es wird die folgenschwere Frage gestellt, was es heißt, nicht bei der eigenen Mutter aufgewachsen zu sein.

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HOME

Benny Fredman IL, 111
2023 min., OmeU
#de Yair, ein Jeshiva-Student, wagt Vielversprechendes und Riskantes: Mitten in Geula, einer ultraorthodoxen Enklave in Jerusalem, eröffnet er einen High-Tec- und Computerladen. Dass dies eine Gefahr  bedeutet, ist ihm bewußt. Denn obwohl - oder weil - sein Geschäft floriert, ist es dem dominierenden „Geula Komitee“ mit seinen fundamentalistischen Regeln und der Ablehnung eines zeitgenössischen Lebensstils ein Dorn im Auge. Die Folgen davon sind Feindseligkeiten, perfide Unterstellungen, Hass und zunehmend ausufernde Gewalt. Zudem wird das Familienleben Yairs, der unbeugsam sein Unternehmen verteidigt, auf gefährliche Weise in die Ereignisse hineingezogen. Ein unbehaglich-drastischer Blick auf religiösen Extremismus, inspiriert von einem wahren Fall.

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IRENA'S VOW

Louise Archambault PO/CAN/IL, 2023
121 min., eOV
#de Warschau, 1939: Die 19-jährige katholische Krankenschwester Irena Gut arbeitet in der Wäschekammer der deutschen Offiziere, wo sie jüdische Arbeiter kennenlernt. Mehrfach wird sie Zeugin von Sadismus und Bestialität der Nazis. Zur Haushälterin eines angesehenen Nazi-Offiziers befördert beschließt sie, zwölf Juden und Jüdinnen zu verstecken. Dabei hat Irina Gut einiges zu meistern: unzählige Nazi-Partys, eine Erpressung und das drohende Bekanntwerden des Verstecks. Die wahre Geschichte von Irena Gut Opdyke (1922 - 2003) zeugt vom Triumph der Menschlichkeit über eine verheerende Tragödie. Für ihren lebensgefährlichen Einsatz wurde Irena von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.

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MY BOSS CHARLIE

Omri Bezalel US, 2023
95 min., OmeU
#de Guy Kanovsky ist ein anspruchvoller, aber komplett unterbeschäftigter Filmregisseur. Als ihm die Regie bei ausgerechnet einer Reality-Show angeboten wird, treiben ihn seine Leidenschaft für Krimis und vor allem seine leeren Kassen dazu, anzunehmen. Allerdings mit zitternden Knien. Denn Protagonist ist der berüchtigte Mafiaboss Charlie, der - so der Plot - eine gehypte junge Pop-Sängerin in seiner heilen Familie aufnehmen muss. Zwei Welten prallen aufeinander und mitten drin Guy und seine Crew, stets hoffend, aus dem Ganzen heil herauszukommen. Begleitet von flotter Popmusik durchlaufen die Charaktere erstaunliche Entwicklungen. Überraschende Wendungen machen die schräge Mafiaparodie zu einem komödiantischen Highlight für Freunde von Filmblut und schwarzem Humor.

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THE FUTURE

Noam Kaplan IL, 2023
80 min., OmdU
#de Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: die Israelin Dr. Nurit Bloch und Araberin Yaffa. Die eine wissenschaftliche Profilerin im Dienste des israelischen Geheimdienstes, die andere Attentäterin, die einen israelischen Minister umgebracht hat. In Nurits Privathaus treffen die beiden aufeinander, denn die Wissenschaftlerin will auf Grund eines speziellen, ausgeklügelten Programms namens „The Future Project“ die wahren Motive hinter Yaffas Tat erforschen, um ähnliche Taten voraussagen zu können. Yaffa jedoch erweist sich als gewiefte, nahezu unbezwingbare Gesprächspartnerin, kehrt den Spieß um und trifft Nurit verbal an empfindlichen Stellen. Eine von emotionalen Spannungen getragene Begegnung entwickelt sich, in der sich das Professionelle und das Private auf riskante Weise vermischen.

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LESS THAN KOSHER

Daniel am Rosenberg CA, 2023
65 min., eOV
#de Die 30jährige, einst aufstrebende, komplett atheistische Rocksängerin Viv, die an einem Karriereknick laboriert, wird mit einer für sie ungewöhnlichen Aufgabe konfrontiert. Ausgerechnet sie soll die Gottesdienste der Synagoge, die von ihrer Familie besucht wird, als Kantorin begleiten. Und das, obwohl Viv von Abläufen, Melodien und Texten keine blasse Ahnung hat und auch nie haben wollte. Dann aber geschieht Überraschendes, Verwirrendes und Abenteuerliches - in jeder Beziehung. Schließlich sind da noch der attraktive Sohn des Rabbiners - und TikTok. Flotte, an Emotionen und Electro-Pop reiche, ursprünglich als Web-Serie produzierte Komödie über jüdische Identitäten, zum Teil basierend auf persönlichen Erlebnissen von Hauptdarstellerin und Co-Autorin Shaina Silver-Baird.

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ELIK AND JIMMY

Gudis Schneider IL, 2022
91 min., OmeU
#de Kurz vor ihrer Entlassung aus dem Militärdienst treffen sich Jimmy und Elik – er ein stämmiger Unteroffizier, sie eine coole Offizierin. Zwischen ihnen entsteht eine unerwartete Verbindung. Über die Jahre hinweg begegnen sie einander immer wieder zufällig in Tel Aviv oder virtuell in den sozialen Medien. Inmitten des pulsierenden Lebens der Stadt entfaltet sich eine Geschichte, die die Komplexität von Beziehungen, Freundschaft und Liebe auf humorvolle Weise erkundet. Während Elik und Jimmy den Irrungen und Wirrungen ihrer Gefühle begegnen, erzählt die Handlung von Widerstandsfähigkeit, Wachstum und der feinen Linie zwischen Freundschaft und Liebe. Werden sie der Anziehung des romantischen Begehrens erliegen oder wird die Verbundenheit ihrer Freundschaft obsiegen?

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DIE BOLOGNA ENTFÜHRUNG

Marco Bellocchio IT/FR/DE, 2023
134 min., OmdU
#de Im Jahre 1858 wird das Leben der Familie Mortara im jüdischen Viertel Bolognas durch den unerwarteten Einmarsch päpstlicher Soldaten in das traute Heim zutiefst erschüttert. Auf Befehl des Kardinals wird der junge Edgardo Mortara aus seinem familiären Umfeld gerissen und in die Obhut von Papst Pius IX. überführt, um im katholischen Glauben erzogen zu werden. Die emotionale Achterbahnfahrt der Familie Mortara und ihr hartnäckiger Kampf werden zu einem epischen Drama, das nicht nur das Schicksal eines Kindes, sondern auch die Machtstrukturen und moralischen Dilemmas der Zeit beleuchtet. Inmitten von Glaubenskonflikten und politischen Turbulenzen wird die wahre Geschichte von Edgardo Mortara zu einem fesselnden Film über Liebe, Glauben und den unaufhaltsamen Kampf um Freiheit und Familieneinheit.

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ARUGAM BAY

Marco Carmel IL/LK, 2023
97 min., OmeU
#de Sonne, Meer und Friedenssehnsucht - zwei junge Männer und eine Frau, holen im Andenken an einen bei einem Kriegseinsatz verstorbenen Freund bzw. Lebenspartner, den gemeinsam geplanten entspannten Surfurlaub im Touristenparadies Sri Lanka nach. Nicht genug, dass sie mit der dortigen Lebensweise heftig in Konflikt geraten. Auch Erinnerungen an Kriegserlebnisse, gruppendynamische Prozesse, Eifersucht, Drogentrips und böses Erwachen stören die erhoffte Idylle und gefährden das freundschaftliche Gefüge. Packend erzählter, psychologisch eindringlicher Polt mit vielen Aspekten: von Traumafolgen bis zum Culture Clash, von imposanter Surf-Akrobatik und romantischen Begegnungen bis hin zu touristischer Überheblichkeit und der Frage, wie beständig Freundschaften - auch zwischen Männer und Frauen - sein können.
 
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LOST TRANSPORT

Saskia Diesing NL/LU/DE, 2022
100 min., OmdU
#de Frühling 1945. Ein Zug mit mehr als 2 000 jüdischen Überlebenden strandet nahe einem kleinen ostdeutschen Dorf, das von der Roten Armee besetzt wurde. Der Ort wird von den Sowjets zwangsweise und zum Unmut der deutschen Bevölkerung in ein Flüchtlingslager umgewandelt – inklusive verhängter Quarantäne, um die ausgebrochene Typhusepidemie einzudämmen. Doch inmitten des tiefen Misstrauens, der Verzweiflung und dem Wunsch nach Vergeltung entsteht eine unerwartete Allianz dreier junger Frauen. Teilweise fast widerwillig entwickelt sich zwischen der Deutschen, der russischen Scharfschützin und der niederländischen Jüdin eine vorsichtige Verbundenheit - alles andere als selbstverständlich angesichts der unterschiedlichen Sprachen und Biografien.

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SHTTL

Ady Walter UK/FR, 2022
114 min., OmeU
#de Der Film beschreibt das Leben in einem kleinen, ostjüdisch-ukrainischen Dorf vor der Operation Barbarossa, der Invasion durch die Nazis 1941. Der Alltag ist von sozialen und politischen Spannungen geprägt. Die Sowjets stiften Unruhe und setzen sich immer wieder mit Gewalt durch. Auch gegen die streng patriarchale religiöse Praxis gibt es Widerstand. Der aus Kiew zurückgekehrte Mendele, der sich der Roten Armee angeschlossen hatte, will die Liebe seines Lebens heiraten; sie aber wurde einem anderen versprochen. Ein vielschichtiges Geschehen in einer vergangenen Welt. Um alles möglichst authentisch darzustellen, wurde in der Ukraine ein Stetl detailgetreu nachgebaut, die Schauspieler:innen sprechen jiddisch und ukrainisch. Ein eindrucksvolles Stück Kinokunst.

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LE PETIT BLONDE DE LA CASBAH

Alexandre Arcady FR, 2023
126 min., OmeU
#de Wegen seiner Filmpremiere reist ein arrivierter, französischer Regisseur zurück nach Algier, wo er aufgewachsen ist. In Rückblenden erinnert er sich an seine frühe Begeisterung für den Film, liebenswerte Verwandte, schräge Vögel und ein fast idyllisches Miteinander der Religionen. Mittendrin, ein kleiner, neugieriger Junge, sowie sein Vater, ein ungarisch-stämmiger Fremdenlegionär und dessen warmherzige jüdisch-algerische Frau. Freundschaften, familiäre Konflikte, Abschiede, Dramen und nicht zuletzt der algerische Unabhängigkeitskrieg prägen den Protagonisten, der mit seiner Familie zu Beginn des algerischen Unabhängigkeitskriegs nach Frankreich zieht. Ein Ausflug in die nordafrikanische Kindheit Arcadys, eine bittersüße Coming-of-Age-Geschichte und eine raffinierte Film-im Film-Konstruktion.

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RUÄCH - Eine Reise ins jenische Europa

Andreas Müller Simon Guy Fässler CH, 2023
118 min., OmdU
Eingeladen von einem geheimnisvollen Freund, begibt sich ein Filmteam auf eine Reise durch ein verborgenes jenisches Europa, das sich von staubigen Vororten Savoyens bis in die Wälder Kärntens erstreckt. Erzählt von jungen und alten Stimmen, entfaltet sich ein kaleidoskopisches Panorama jenischen Lebens. Ein unsichtbares Band verbindet diese Menschen: Es sind die tiefen Wunden der Vergangenheit, aber auch ihre Liebe zur Freiheit.