GENERATION WEALTH

Lauren Greenfield, US, 2018
106 min., OmdU (englisch)
Dokumentarfilm
GENERATION WEALTH von Lauren Greenfield ist eine Ansichtskarte aus Amerika, das Porträt einer materialistischen, Konsum- und Image-besessenen Kultur und ein zeitgesellschaftliches Essay. Gleichzeitig ist der Film die persönliche Reise der Fotografin und Regisseurin, die tief in die Welt der Reichen, Schönen und Mächtigen führt und damit die Auswüchse der globalen Turbo-Wachstumswirtschaft, des korrupten Amerikanischen Traums, des Narzissmus und der Gier abbildet.
In ihrem Dokumentarfilm richtet die Fotografin Lauren Greenfield einen anthropologischen Blick auf unsere  Konsumgesellschaft  und  deren  krankhafte  Auswüchse.  Um  ihre  Arbeit  aus  25  Jahren Fotoshooting in der Welt der (selbsternannten) Highsociety zu vervollständigen, trifft sie, inspiriert durch den "moralischen Aspekt" der Finanzkrise von 2008, ihre Models nach vielen Jahren wieder, um die Auswirkung von Erfolg, Schönheit, Reichtum und Glamour zu hinterfragen. Ein Feuerwerk aus  Protagonisten und Drehorten, die in  ihrem Reigen die Worte des Autors  Chris Hedges  vom rauschhaften Untergang unserer (Hoch)Kultur zu verdeutlichen suchen: Unser Wohlstand hat sich in ein  maßloses Ausbeuten  von  Körper,Seele  und  menschlichen  Beziehungen  verwandelt,  und  die blinde Jagd nach den Illusionen unserer Zeit lässt uns den nahenden Untergang unseres Planeten vergessen.  Lauren  Greenfield  untersucht  in  ihrem  Filmessay  dabei  ihren  eigenen  gierigen Fotografenblick und ihre obsessive Suche nach spektakulären Fotos und der damit verbundenen Anerkennung. Auch sie entdeckt in ihrer Arbeitswut die Unbedingtheit des "schöner, besser, größer und mehr". Das Publikum nimmt teil an ihrer tastenden Erforschung der Zusammenhängezwischen ihrer eigenen jugendlichen Unsicherheit, dem Wunsch nach Anerkennung, der gesellschaftlichen Rolle als Frau, Mutter und Tochter und ihren künstlerischen Projekten, die schließlich in der Studie des Phänomens der GENERATION WEALTH münden.

"Ein aufschlussreicher und vernichtender Blick auf die Besessenheit der Gesellschaft von Exzess" (Screen International)

"Einer der besten Filme unter weiblicher Regie, die man dieses Jahr zu sehen bekommt" (Elle Magazine)

"Präzise, die Auge öffnend und absolut ernüchternd!" (Indiewire)