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FACING MIRRORS (Aynehaye Rooberoo)
Negar Azarbayjani , Iran 2011, OmU, DCP

DREHBUCH Negar Azarbayjani, Fereshteh Taerpour  KAMERA Touraj Mansouri  SCHNITT Sepideh Abdolvahab, Negar Azarbayjan  MUSIK Fardin Khalatbari  MIT Shayesteh Irani, Ghazal Shakeri, Homayoon Ershadi, u.a.

 

Publikumspreis “Bester Spielfilm”  - identities 2013  |  Circle Award - Washington DC Intl FF 2012  |  Outstanding First Feature  - Frameline San Francisco Intl LGBT FF 2012  |  Special Jury Award “Best First Feature”  - Montréal Intl LGBT FF 2012  |  Best First Time Director  - Philadelphia QFest 2012  |  Audience Award “Best Narrative Feature”  - Seattle Transgender FF 2012  |  Audience Award “Best Transgender Feature”  - Long Island Gay and Lesbian FF 2012

 

Modernes iranisches Arthouse-Kino. Genderbewusst, gesellschaftskritisch. Ein großartiges Roadmovie über die universelle Kraft von Freundschaft und Mut durch unbekannte und wunderschöne Landschaften des Iran.

 

A Must-See film for all audiences. Lincoln Madison, queerfilm.blogspot.com

 

One more example that Iran is not a monolithic theocracy . Austin LGBTQIA FF 2012

 

Es hat eineinhalb Jahre gedauert, um im Iran überhaupt eine offizielle Erlaubnis für diesen Film zu bekommen (...). Sowohl die Regisseurin als auch die Produzentin sind beeindruckende Frauen, die die iranische Gesellschaft mit einem kontroversiellen, kraftvollen Film herausgefordert haben. (Chale Nafus, slackerwood.com )

 

Die iranische Filmregisseurin Azarbayjani zeigt in ihrem ersten Spielfilm zwei Frauen, die aus entgegengesetzten sozialen und religiösen Welten kommen: Rana, die heimlich mit Taxifahren in Teheran den Lebensunterhalt für sich und ihren Sohn bestreiten muss, weil ihr Ehemann inhaftiert ist, und Adineh, die sich selbst Eddie nennt, transsexuell ist und aus ihrer wohlbegüterten Familie ausreißt, um einer von ihrem Vater geplanten Hochzeit mit einem Mann zu entfliehen. Das Schicksal führt die beiden zusammen. Sie durchleben eine Vielzahl heikler Situationen, in deren Verlauf sich anfängliche Ablehnung in Verständnis und Toleranz, schließlich sogar in liebevolle Unterstützung verwandelt. Über alle Vorurteile hinweg überschreiten die Frauen in diesem Film in mehr als einem Sinne die Grenzen des gesellschaftlich und religiös vorgegebenen Frauenbildes.

Ein moderner, temporeicher Film, der die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse im Iran mit ungewöhnlichem Mut beleuchtet. Und nicht zuletzt eine Charakterstudie zweier Menschen auf der Suche nach ihrem wahren Selbst, die mit beeindruckender Willensstärke ihren eigenen Weg gehen. (Lesbisch-Schwule Filmtage Karlsruhe 2012

 

Ein Film über eine menschliche Begegnung, die viele Grenzen überschreitet. Ein Roadmovie, das die ZuschauerInnen mit nachdenklichen Bildern durch die Weiten des Landes begleitet und tief in die iranische Gesellschaft blicken lässt. (Queersicht Bern 2012)

Dabei werden - zum ersten Mal in einem iranischen Film - die Situation und der Kampf um Selbstbehauptung eines Transmannes mit Empathie und aus großer Nähe dargestellt. Es ist faszinierend und spannend zu erleben, mit welcher Kraft und welch unfassbarem Mut beide Protagonist_innen für ihre Überzeugungen kämpfen. Dass menschliche Solidarität Grenzen einreißen und Veränderungen bewirken kann, zeigt dieser Film auch dank des nuancierten Spiels der Darstellerinnen in atemberaubender Weise. (Kiu Urban, Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg 2012)

 

Aynehaye Rooberoo zeigt anhand der Geschichte eines Transmanns, wie schwierig selbst eine amtlich genehmigte Geschlechtsanpassung im Iran ist. Die Ächtung der eigenen Familie ist meist groß, das Unverständnis der Bevölkerung, die mehrheitlich nichts über die Lebenswelt von Transgender-Personen weiß, ist bedrückend. Der Film wirft ein ganz anderes Licht auf Teheran als Sharayet mit seinen neureichen Vierteln, er zeigt ärmere Ecken und wunderschöne Bilder von den kahlen Berglandschaften, die Teheran umgeben. (Karin Cerny)

 

 

Negar Azarbayjani
Aynehaye Rooberoo (Facing Mirrors , 2011) ist der erste Spielfilm der iranischen Regisseurin.

 

 

ausgewählt und präsentiert von BARBARA REUMÜLLER

 

BARBARA REUMÜLLER, Festivalleiterin des Queer Film Festivals identities, präsentiert den iranischen Film FACING MIRRORS, da dieser Film geradezu exemplarisch zeige, wie sehr sich das internationale Queer Cinema inhaltlich und stilistisch entwickelt habe. „Aber auch nach 20 Jahren identities sind diese Filme noch immer kaum im Kinogeschehen Österreichs selbstverständlich präsent.“

 

 

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