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TOMBOY
Céline Sciamma, F 2011, OmU, 35mm, 84 min.
DREHBUCH
Céline Sciamma KAMERA
Crystel Fornier SCHNITT
Julien Lacheray TON
Benjamin Laurent, Sébastien Savine, Daniel Sobrino MUSIK
Jean-Baptiste de Laubier MIT
Zoé Héran, Malonn Lévana, Jeanne Disson, Sophie Cattani, u.a. (Originalsprache: Französisch / FSK: uneingeschränkt jugendfrei! / Prädikat: wertvoll)
Laure trägt ihre Hosen am liebsten weit und die Haare kurz. Wie ein Mädchen sieht sie nicht aus und möchte am liebsten keins sein. Laure ist ein Tomboy (*). Als sie mit ihren Eltern umzieht nutzt sie ihre Chance und stellt sich ihren neuen Freunden als Michael vor. Geschickt hält sie ihr intimes Abenteuer vor den Eltern geheim. Für ihre Familie bleibt sie Laure, doch für die anderen Kinder ist sie Michael, der rauft, Fußball spielt, und in den sich die hübsche Lisa verliebt. Laure kostet ihre neue Identität aus, als ob der Sommer ewig so weitergehen könnte.
Mit frappierender Authentizität, Leichtigkeit und Natürlichkeit erzählt die Regisseurin Céline Sciamma in TOMBOY vom entscheidenden Sommer eines Mädchens, das anders sein möchte.
TOMBOY ist ein heiterer, spannender Sommerfilm über den erstaunlichen Mut und Erfindungsreichtum der 10-jährigen Laure. Indem sie ihren inneren Impulsen folgt, wagt Laure das aufregende Experiment ihre Identität mit einer kleinen Lüge neu zu erfinden. Regisseurin Céline Sciamma (Watelilies) hat TOMBOY innerhalb weniger Monate im Sommer geschrieben, besetzt und gedreht, daraus entstand eine Spontanität, Direktheit und Frische, die man dem Film in jedem Bild ansieht. Als Eröffnungsfilm der Panorama-Sektion der Berlinale 2011 gewann er den Teddy Jury Award.
(*) Der Begriff Tomboy bezeichnet ein Mädchen, das sich wie ein Junge kleidet, fühlt und benimmt.
TOMBOY ist ein wunderbar stimmiger, mitreißender und unterhaltsamer Film für Superheld_innen aller Altersklassen.
(Maria Poell, an.schläge)
Mit Witz und unglaublicher Leichtigkeit entwickelt Sciamma ihre Geschichte, erfreulicherweise ganz ohne Psychologie. Ob Mikaël hier erstmals seine Transidentität behauptet oder Laure einfach Lust am Spiel mit den Geschlechterrollen hat, lässt der Film offen. Wichtig ist nicht das Warum, sondern das Wie: Genau in dieser Offenheit wird die Figur lebendig. Das beeindruckende Spiel von Hauptdarstellerin Zoé Heran und den anderen Kindern füllt den Rest des Films mit Leben. Tomboy ist wunderbar stimmig, bewegend, unterhaltsam und leidenschaftlich - ganz zu Recht Gewinner des Teddy Jury Award der Berlinale.
(elchaos, fmqueer.at)
ein absolut hinreißender, liebevoller und höchst lustiger Film über gender troubles
(Skip)
meisterhaft und wunderschön
(Hollywood Reporter)
Nicht zuletzt die Leinwandpräsenz der jungen Hauptdarstellerin Zoé Héran macht die Geschichte so fesselnd: Das Changieren zwischen kindlichen Verhaltensweisen und der Dringlichkeit ihrer Selbstverwirklichung gelingt ihr scheinbar mühelos.
(Der Standard)
So entlarvt die Regisseurin den vorurteilsbelasteten Blick des Publikums auf sehr charmante Weise. Ihr gelingt das Kunststück, einen tatsächlich zauberhaften Sommer entstehen zu lassen, das Panorama einer Idylle, in der die Zeit stillzustehen scheint. Diese Magie entwickelt der Film gerade aus der Natürlichkeit seiner Inszenierung: aus der genauen Beobachtungsgabe, der Konzentration auf die Figuren, dem Verzicht auf künstliche dramaturgische Zuspitzung und forcierte Emotion...
(kino-zeit.de)
Es gibt Filme, denen es gelingt, mit den einfachsten erzählerischen Mitteln einige der kompliziertesten menschlichen Fragen aufzuwerfen. Tomboy, der zweite Spielfilm der jungen Französin Céline Sciamma, gehört eindeutig dazu.
(critic.de)
schwebend, einfühlsam und zärtlich... absolut sehenswert
(film-dienst)
AUSZEICHNUNGEN
Berlinale 2011
- Preis der Teddy-Jury
Philadelphia Int. Gay & Lesbian FF 2011
- Jury Preis
San Francisco Int. Gay & Lesbian FF 2011
- Publikumspreis
Torino Int. Gay & Lesbian FF 2011
- Bester Spielfilm
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