Tyrannosaur2
 
tranquility + TYRANNOSAUR
Paddy Considine, GB 2011, OmU, DCP, 89 min.

DREHBUCH Paddy Considine  KAMERA Erik Alexander Wilson  SCHNITT Pia Di Ciaula  MIT Peter Mullan, Olivia Colman, Eddie Marsan, Paul Popplewell, Ned Dennehy, Samuel Bottomley, Sally Carman  (Originalsprache: Englisch / FSK: ab 16)

 

Joseph ist das, was man in England `people with a temper` nennt: ein jähzorniger Pub-Bruder in Feinripp und Jogginghose - im Grunde seines Herzens humorvoll und gerecht, allerdings nie abgeneigt, einen Konflikt handgreiflich auszutragen. Als Joseph nach einem erneuten Wutausbruch nicht weiß wohin, findet er in Hannahs Laden Zuflucht. Sie scheint das exakte Gegenteil von Joseph zu sein: kontrolliert, liebevoll, warmherzig und unerschütterlich in ihrem Glauben an das Gute im Menschen. Vorbehaltlos begegnet die verheiratete Frau aus besseren Verhältnissen dem grobschlächtigen Arbeiter und bringt sein zynisches Weltbild ins Wanken. Und auch wenn Joseph sich anfangs dagegen wehrt, berührt ihn Hannahs selbstlose Art. Sein harter Panzer beginnt ganz langsam zu bröckeln und eine zarte Freundschaft entwickelt sich zwischen den beiden. Als aus Freundschaft aber Zuneigung wird, muss Joseph erkennen, dass der Weg in die Zukunft durch die Untiefen des Lebens führt.

 

Anlässlich seiner Weltpremiere auf dem diesjährigen Sundance Filmfestival wurde "TYRANNOSAUR - Eine Liebesgeschichte" mit den Preisen für die Beste Regie, den Besten Hauptdarsteller und die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Auf dem Filmfest München wurde TYRANNOSAUR zudem mit dem CineVision Preis für den besten internationalen Nachwuchsfilm geehrt.

 

 

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Vorfilm: TRANQUILITY

Siegfried A. Fruhauf - A 2010, ohne Dialog, 6 Min 

 

Sonne, Strand, Meer: Die meisten Menschen verbinden damit die Unbeschwertheit freier Tage, einen losgelösten Zustand von den Zumutungen der Zivilisation. In Siegfried Fruhaufs Tranquility ist das Bild einer Frau, die auf dem Rücken im Sand liegt, neben sich ein liegengebliebendes Stück Strandspielzeug, über sich nichts als die Sonne und den Wind, der Ausgangspunkt einer abenteuerlich weiten Reise, einer Reise, die sich aus dem Filmmaterial ergibt, das hier zusammenfindet. (Bert Rebhandl)

 

 

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