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DAM STREET (Hong yan)
Li Yu, China 2004, OmeU, 35mm, 93 min.
Xiao-Yun ist eine 10-jährige Schülerin an einer High School in einer kleinen Stadt am Flussufer der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas zur Zeit eines unterdrückten sozialen Klimas 1983. Als ihr Lehrer herausfindet, dass sie schwanger ist, werden sie und ihr Freund Wang Feng von der Schule verwiesen. Nachdem Wang Feng seine Schwestger Wang Zhen-Yue, eine Krankenschwester, überredet hat, Xiao-Yun bei der Geburt zu helfen und das Kind zur Adoption frei zu geben, verlässt er sie. Zehn Jahre später ist Xiao-Yun Leadsängerin einer menschenverachtenden und groben Gesangs- und Tanztruppe aus dem Ort. Sie führt eine heimliche Beziehung mit einem verheirateten Mann, doch ihr einzig wahrer Freund ist Xiao-Yong, ein außergewöhnlich neugieriger und spietzbübischer Junge von der anderen Seite des Damms. Es gelingt ihm, sich gewitzt in ihr Leben einzubringen, wird ihr aufopfernder Freund, Dienter, kleiner Bruder und auf eine unschuldige und spielerische Art und Weise sogar eine Art vorpubertäre Ersatz für einen festen Freund. Aber Xiao-Yun kämpft noch immer damit, ihre Vergangenheit zu verarbeiten. Selbst ihr Seelenverwandter Xiao-Yong kann ihr die schicksalhafte, quälende Entscheidung nicht abnehmen, die ihr dies ermöglicht.
Ich behaupte immer, dass dieser Film voller Hoffnung ist. Und das sage ich, da er von der Geschichte über das Suchen nach einem Ausweg erzählt. Methaphorisch gesehen ist Xiao-Yun eine durstige Person, die plötzlich ein Glas Wasser findet. Ich verwende eine Methode, die der traditionellen Erzählung sehr ähnlich ist, um eine zeitgenössische Geschichte über eine Frau zu erzählen, die sich unter dem überwältigenden Druck der sich nicht ändernden Tradition befindet.
(Li Yu)
Auszeichnungen
:
Ghent IFF 05 - Robert Wise Award
Viennale 05 - Der Standard-Leserpreis
Li Yu
wurde 1973 in der chinesischen Provinz Shangdong geboren. Mit 16 fing sie an, als Gastmoderatorin beim Fernsehen zu arbeiten. Nach ihrem Universitätsabschluss wurde sie Fernsehmoderatorin bei einem lokalen Fernsehsender. Nachdem sie einige Zeit als Stimme aus dem Off für Dokumentarfilme gearbeitet hatte, ging sie zu CCTV (China Central Television) und wurde dort Dokumentarregisseurin. Neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin schrieb Li Yu auch einige Romane und Drehbücher. 2000 dreht sie ihren ersten Spielfilm `Fish and Elephant.
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MADE IN CHINA
Vier preisgekrönte Spiel- und Dokumentarfilme junger chinesischer Regisseurinnen an zwei Tagen bieten mit starken Frauenportraits und einem Einblick ins chinesische Erziehungssystem ein differenziertes Chinabild.
am Freitag, 8.4.:
18:00 Two Seasons
(OmeU, 142 Min - Doku)
21:00 She, a Chinese
(OmU, 98 Min - Spielfilm) - in Anwesenheit der Filmemacherin!
und Samstag, 9.4.:
18:30 Bingai
(OmeU, 114 Min - Doku)
21:00 Dam Street
(OmeU, 93 Min - Spielfilm)
Eine Kooperation des Konfuzius-Instituts an der Uni Wien
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Top Kino
- Culture2Culture
und
14 Megahertz
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