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DOLPO TULKU - Heimkehr in den Himalaya
Martin Hoffmann, D 2009, OmU, Blu-Ray, 107 min.
BUCH
Daniela Hartmann, Martin Hoffmann KAMERA
Thomas Henkel MONTAGE
Axel Ludewig, John Toft TON
Enno Grabenhorst HERSTELLUNGSLEITUNG
Karola Klatt MUSIK
Hans Christian Oelert MIT
Rinpoche Sherap Sangpo Dolpo Tulku
am 13.6. im Rahmen von
SONNTAGSfilmFILMBRUNCH
Das Dolpo im Nordwesten Nepals an der Grenze zu Tibet gehört zu den abgeschiedensten Gegenden der Welt. Eingeschlossen von den gewaltigen Gebirgsketten des Himalaya, weitgehend ohne Elektrizität und moderne Kommunikationsmittel, ohne chinesischen oder indischen Assimilationsdruck hat sich dort eine uralte buddhistische Kultur erhalten.
Vor über 16 Jahren wurde der Hirtenjunge Sherap Sangpo als Reinkarnation eines hochstehenden Lama, des Dolpo Tulku, erkannt und zur Ausbildung ins Exilkloster nach Südindien geschickt. 2008 kehrt er zum ersten Mal wieder in die Berge Nepals zurück, um sein Amt als geistliches Oberhaupt der tief religiösen Menschen des Dolpo anzutreten.
Die Menschen erwarten den Dolpo Tulku mit großer Zuneigung - und Erwartungen: Er soll den Bewohnern nicht nur spirituell zur Seite stehen: Das Dolpo braucht Schulen, Krankenhäuser, Kommunikation.
In faszinierenden Bildern der nepalesischen Bergwelt, in ruhigen, dichten Beobachtungen der Kultur und der Menschen des Dolpo, erzählt der Film von der spannungsgeladenen Begegnung von Tradition und Moderne, von der Spiritualität eines tief verwurzelten Buddhismus und der praktischen Aufgabe, der bitteren Armut entgegenzuwirken. Durch seine Ausbildung ebenso vertraut mit buddhistischer Selbstüberwindung wie mit dem Laptop, stellt sich der junge Dolpo den großen Erwartungen - nicht frei von Selbstzweifeln, aber mit großer Hingabe, überraschendem Humor und tief empfundener Liebe.
Ein auch durch grandiose Panoramabilder faszinierendes Porträt eines charismatischen, aber bescheidenen Menschen, der ehrliche Selbstzweifel artikuliert, dabei bereits in jungen Jahren die Trinität von Weisheit, Gelassenheit und Humor in sich vereint.
(Wiener Zeitung)
eindrucksvolle Bilder... Noch beeindruckender allerdings ist, mit welcher Demut der junge Geistliche über seine Aufgabe spricht, und mit welcher Offenheit auch über seine Selbstzweifel.
(Falter)
Man merkt dem Film an, dass er von einer großen Vertrautheit zwischen dem Regisseur und dem Dolpo Tulku geprägt ist. Zumal sich Martin Hoffmann erklärender Off-Kommentare weitgehend enthält und lediglich mittels eingeblendeter Texttafeln über Ort und Zeit informiert. Dieses spürbare Vertrauen, die bereitwillige und sehr menschliche Art des buddhistischen Geistlichen, seine bescheidene Art, sein Humor sowie seine Selbstzweifel und vor allem die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen machen aus Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya einen überaus sehenswerten Film - und zwar nicht nur für Menschen, die sich für den tibetischen Buddhismus interessieren. Spätestens mit dem Verlassen des Kinos wünscht man sich etwas von der Gelassenheit des Mönches, der gerade vor der Aufgabe seines Lebens steht.
(Joachim Kurz, kino-zeit.de)
Ein stiller, faszinierender Film
(Tobias Kniebe, Süddeutsche Zeitung)
eine spannende, blickschlaue Dokumentation über wichtige Momente eines anderen Lebens.
(Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung)
Ein ganz besonderes Kinoereignis
(fluter.de)
Optisch faszinierendes und innerlich berührendes Portrait eines bedeutenden, äußerst bescheidenen und sehr humorvollen geistigen Oberhaupts und Menschen.
(BR-online)
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