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Fime von YEVGENI BAUER
CHILDREN OF THE AGE (Deti veka)
Yevgeni Bauer
- Russland 1915, 40 Min, Video
...a drama with pretensions to revealing social problems.
A LIFE FOR A LIFE (Zhizn za zhizn)
Yevgeni Bauer
- Russland 1916, 40 Min, Video
...melodrama.
In beiden Filmen spielt Vera Kholodnaya,
der erste Star des russischen Stummfilms.
musikalisch begleitet von NATALIA NEJUBOVA BAND
YEVGENI BAUER (1865 - 1917)
Er wurde in eine Künstlerfamilie geboren, sein Vater war ein bekannter Zithervirtuose und seine Schwestern waren Schauspielerinnen. Nach seinem Studium an der Moskauer Hochschule für Malerei, Plastik und Architektur arbeitete er als Schauspieler, Karikaturist, Journalist, Theatermanager, Fotograf und Bühnenbildner. Mit Entwürfen für Filmsets von Produktionen Alexander Drankows kam er mit dem Film in Berührung. Bei Drankow hatte Bauer sein Regiedebüt; er drehte vier Filme für ihn und danach ebenfalls vier für Pathé Star Film Factory bevor er Ende 1913 zur Produktionsfirma von Alexander Chanschonkow wechselte und dort bis zu seinem Lebensende tätig war. Bei Chanschonkow wurde er schnell zu einem wichtigen Regisseur des zaristischen russischen Films und Teilhaber der Produktionsfirma. Jewgeni Bauer schuf Komödien, patriotische Kriegsfilme, Sozialdramen (Stumme Zeugen
, 1914) und vor allem psychologische Melodramen um die Themen "Liebe und Tod" mit tragischem Ausgang. Dabei setzte er intensiv filmische Mittel wie Rückblende, bewegte Kamera, Nahaufnahme, lichtdramaturgische Effekte und Split-Screen-Technik ein. Das Innenleben seiner Filmfiguren brachte er symbolistisch mittels Traumsequenzen und deren düsteren Visionen zum Ausdruck. 1914 arbeitete Bauer in Schisn w smerti
und Slawa - nam, smert - wragam
mit dem Star des russischen Stummfilms Iwan Mosschuchin. Der später selbst als Regisseur tätige Iwan Perestiani war mehrfach Hauptdarsteller und Drehbuchautor seiner Filme, darunter in Nach dem Tode
(1915) in der Rolle eines Wissenschaftlers, der an Zwangsfantasien über seine Schuld am Selbstmord einer Frau zugrunde geht. Jewgeni Bauer starb an einer Lungenentzündung. In seiner nur vierjährigen Filmkarriere von 1913 bis 1917 schuf er 82 Filme von denen etwa ein Viertel die Zeiten überlebt hat. Einer seiner Assistenten und Schüler war der spätere Theoretiker und Regisseur des Sowjetfilms Lew Kuleschow. (Wikipedia)
NATALIA NELJUBOVA BAND (Natalia Nelubova: Gesang, akkustische Gitarre, Maultrommel; Stepan Ponomarev: Geige, Akkordeon, Mundharmonika; Boris Eremejev: Percussion, Schamanentrommel; Gregory Losenkov: Bass)
Dass die gebürtige Kirgisin Natalia Nelubova hier in Europa noch völlig
unentdeckt ist, hat wahrscheinlich mit ihrer Entscheidung zu tun, ausgerechnet nach Sibirien auszuwandern.
Das wird sich allerdings rasch ändern, wenn wir bei ihrem Europadebüt erleben, welch erstaunliche Musik in
einer damals geschlossenen, sowjetischen Stadt Tomsk entstehen und wachsen konnte: Die charismatische
Sängerin bewegt sich mit ihrer unverwechselbaren Stimme mühelos zwischen schamanischem
Kehlkopfgesang, sibirischem Jodeln und russischem Folkrock. Mit der bereits 1999 gegründeten, vierköpfigen
Band setzt sie das sowjetische Erbe der Barden fort und lenkt ihre selbst verfassten Lieder voller Energie
mittels kursiver Vokalimprovisation und traditioneller, sibirischer Instrumente in mystische Tiefen, die das
Publikum spielend in einer Sekunde vom Tomsker Stalinbau über New York in die antiken Kulturen des Altai
zu beamen vermag. Not to be missed! (Doris Kittler)
Wien-Konzert am Freitag 10.07. in Progy & Bess
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