österr. Filmfestival der Menschenrechte
Das Menschenrechtsfilmfestival this human world
wird dieses Jahr von 3. - 13. Dezember zum zweiten Mal in Wien stattfinden. Über 130 Dokumentar-, Experimental- und Spielfilme
, darunter über 70 Österreich-Premieren werden an den 10 Festivaltagen in drei Kinos
zu sehen sein.
Das Festival gliedert sich in 5 Programmsektionen: Länder im Fokus
(Iran und Burma), thw lokal
(Menschenrechtslage in Österreich und seine Nachbarländern), von Minderheiten und Mehrheiten
(zur Situation von Homosexuellen), physis / psyche / systeme
(u.a. weibliche Genitalverstümmelung) und Der kritische Blick
(herausragende aktuelle internationale Produktionen zum Thema Menschenrechte). Der thw
-Schwerpunkt 2009 widmet sich dem Fall der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhangs: 1989 - 2009 Alles bleibt anders
.
Über das Filmische hinaus wird es zahlreiche Podiumsdiskussionen geben, die sich u.a. der Lage binationaler Ehen in Österreich, dem Kampf gegen Genitalverstümmelung, der Situation im Iran und in Burma, der Festung Europa und der politischen Lage in China widmen. - Als Gäste freuen wir uns u.a. auf Rebiya Kadeer
, Sprachrohr der uigurischen Minderheit in China, Danny Chanoch
, Überlebender des nationalsozialistischen Vernichtungswahn und Protagonist des Films PIZZA IN AUSCHWITZ und Palden Gyatso
, den tibetischen Mönch und Aktivisten.
Ein breites Rahmenprogramm mit einer Ausstellung im Schikaneder
, täglichem DJ-Line-Up und verschiedenen Partys in div. Locations begleiten das Filmfestival.
ONLINE-KARTENRESERVIERUNGEN (Programm im Top Kino)
> Programm am Fr 4.12.
> Programm am Sa 5.12.
> Programm am So 6.12.
> Programm am Mo 7.12.
> Programm am Di 8.12.
> Programm am Mi 9.12.
> Programm am Do 10.12.
> Programm am Fr 11.12.
> Programm am Sa 12.12.
> Programm am So 13.12.
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MRS. GOUNDOS DAUGHTER beleuchtet die aktuelle Debatte um die Verstümmelung weiblicher Genitalien aus der Perspektive einer Familie in Philadelphia. Deren zweijährige Tochter ist im Falle einer Abschiebung aus den USA zurück nach Mali akut bedroht, dieser traditionellen Genitalbeschneidung unterworfen zu werden. Im Stil des Cinéma vérité gedreht, stellt die Dokumentation den Familienalltag in Amerika dem dörflichen Leben in Afrika gegenüber. Szenen des juristischen Kampfes um politisches Asyl werden dabei mit fesselnden Bildern einer Beschneidungsfeier in Mali verwoben.
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MAQUIAPOLIS ist ein Dokumentarfilm von mexikanischen Arbeiterinnen über ihre Arbeit in den Export-Sweatshops (Maquiladoras) in Tijuana. Der Film dokumentiert nicht nur anschaulich die systematische Ausbeutung weiblicher Beschäftigter in den Sonderzonen, er ist auch Teil eines Versuchs der medialen Selbstermächtigung und der internationalen politischen Vernetzung.
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Das Mädchen Ava macht die politischen Ereignisse im Iran für ihre Depressionen verantwortlich. Sie schreibt ein Theaterstück, inspiriert von der Realität und den Problemen der iranischen Gesellschaft, doch dieses wird verboten. Der Präsidentschaftswahlkampf bringt Menschenmassen auf die Straße. Überall ist Gesang, Tanz und Leben, eine pulsierende und leidenschaftliche Vision einer veränderten Zukunft. Doch Ava glaubt nicht an den Wandel. Sie geht hinaus und spricht mit den Leuten, auf der verzweifelten Suche nach der eigenen Hoffnung.
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In der Stadt Ciudad Juárez, Mexiko sind seit 1993 über 400 Frauen und Mädchen unter ungeklärten Umständen verschwunden. Weder die Polizei noch die Regierung ist bis jetzt in der Lage gewesen, die Vorgänge zu stoppen, geschweige denn, sich in angemessener Weise um Aufklärung zu bemühen.
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Hossein und Shaima lieben sich seit ihrer Kindheit. Der Krieg reißt sie als Halbwüchsige auseinander. Im Kabul der 1990er Jahre finden sie sich wieder. Die Armut zwingt Hossein, im Krieg zu kämpfen. Er wird durch Granatsplitter querschnittsgelähmt. Wenig später wird Shaima als vierte Ehefrau an einen 40 Jahre älteren Mann verkauft und wird schwanger. Shaimas Ehemann bleibt die Hälfte des Brautgeldes schuldig. Deshalb holt ihr Vater sie zurück in die patriarchalische Enge seiner Familie, wo sie mit ihrer inzwischen 5jährigen Tochter noch heute lebt.
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REMOTE SENSING durchstreift die Territorien des globalen Sexgewerbes und gibt uns Einblick in das Leben der Frauen von Osteuropa bis Ostasien. Ursula Biemann entwickelt eine feministische, mediale Topografie, indem sie ihre Video-Perspektiven der Sexarbeiterinnen und deren "persönliche Daten" mit Satellitenbildern der fernen Erde versetzt. Remote Sensing zeigt, was es bedeutet, die Welt aus entrückter Ferne zu erkunden und schildert die Ambivalenzen der Technologien zur medialen Fernerkundung" von Frauenkörpern. Biemann navigiert durch kritische Dialoge über das globale Sexgewerbe, die feministische Geografie und den medialen Aktivismus.
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Wir Kolumbianer wissen, dass es Menschen in diesem Land gibt, die mit den Schädeln der Ermordeten Fußball spielen. Wie kann unsere Gesellschaft da nur weitermachen als wäre nichts geschehen? Dieser Tagebucheintrag des Journalisten Hollmannn Morris fasst das ganze Drama des Landes in einem einzigen Gedanken zusammen. Unwanted Witness erzählt die Geschichte dieses mutigen Mannes, dessen wöchentliches Fernsehmagazin Contravia sich als letzte Bastion kritischen Journalismus im Kolumbianischen Fernsehen behauptet und sich mit der sozialen und politischen Situation im Lande auseinander setzt.
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WESTLER führt die ZuschauerInnen zusammen mit dem Amerikaner Bruce und dem Westberliner Felix von der westlichsten Ecke der Welt, L.A., entgegen der Jahrtausende währenden Westwärtsbewegung der weißen Rasse zurück ins alte , entmachtete Europa. Bruce und Felix gleiten in die Zwischenzone zur östlichen Welt, indem sie die Grenze nach Ost-Berlin passieren. Für Felix öffnet sich die zweite Realität seiner Stadt, über die er bislang kaum nachgedacht hat, wogegen für den Amerikaner das Osterlebnis nicht mehr ist als ein Beispiel europäischen Manierismus, den er nicht ganz ernst nehmen kann. Die beiden lernen Thomas, den Ostler, kennen - Felix verliebt sich.
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Der Mauerfall von der melodramatischen Seite: Das Liebespaar Sophie und Konrad will gemeinsam in den Westen fliehen. Doch nur Sophie gelingt die Flucht, Konrad bleibt in der DDR zurück. Jahre später treffen die beiden sich kurz in Prag wieder. Sophie wird in dieser Nacht schwanger. Aber nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Alexander bricht sie den Kontakt zu Konrad ab. Der Film mit hochkarätiger Besetzung (u.a. Meret Becker und Corinna Harfouch), umfasst eine Zeitspanne von kurz nach dem Mauerbau bis zum Jahr 1989. Als die Mauer endlich fällt, sieht Konrad auch Sophie wieder und lernt endlich seinen Sohn Alexander kennen. Ein emotional mitreißendes Kino über die Deutsche Wiedervereinigung.
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Die Rekapitulation der Ereignisse in Polen in der Zeit von 1989 bis heute aus soziologischer Perspektive. Zur ihrer Studentenzeit Ende der 80er waren sie die Blüte der Opposition gewesen, die gegen den Kommunismus rebellierte. Heute arbeiten sie als anerkannte Profis in diversen Bereichen an den Universitäten und in den Medien. Sie sind erfolgreiche Schriftsteller und Publizisten, machen professionell Geschäfte. Ein treffendes Porträt der ersten Generation der Polen, die nach der politischen Wende 1989 ins Erwachsenenleben eintrat.
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August 2005. Polen feiert das 25-jährige Jubiläum der Solidarnosc-Bewegung. Klementyna wurde am Anfang jener Bewegung geboren, die in die Geschichte ihres Landes einging. 1980 schrieb ihr Vater, der ein militantes Mitglied der Solidarnosc war, für sie das Lied To my daughter, das zum Anthem der antikommunistischen Opposition wurde. So wie Kasia, Lukasz und Artur - andere Solidarnosc-Kinder - lebt auch Klementyna nun in einem freien und demokratischen Polen...
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ON THE EDGE ist eine Dokumentation der brutalen Morde an hunderten armen jungen Frauen in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez. Morde, die trotz ununterbrochener Bemühungen von Angehörigen und AktivistInnen seit 1993 von Polizei und Regierung ignoriert werden und daher ungelöst blieben. Dieser Film liefert daher auch weniger eine plausible Aufklärung der mysteriösen Morde, als eine Beschreibung jener sozialen, kulturellen und ökonomischen Faktoren, die das ungestrafte Morden von Frauen ungehindert weitergehen lassen.
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Im Mai 2004 wird Juling Pongkunmul, Kunstlehrerin in einem Kindergarten, von einer Gruppe Frauen entführt und in eine Hütte verschleppt. Sie prügeln und treten so lange auf die junge Frau ein, bis sie ins Koma fällt, aus dem sie nicht wieder erwacht. Im Januar 2007 stirbt Juling im Alter von 24 Jahren. Die Buddhistin war aus dem Norden Thailands in den vorwiegend moslemischen Süden gezogen, um dort zu unterrichten. Sie war eine von 50 buddhistischen Lehrerinnen, die in den vergangenen fünf Jahren in Thailand umkamen, eines von 3.000 Opfern auf beiden Seiten in diesem kaum mehr zu entwirrenden Konflikt.
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Natasha lebt in einer kleinen Stadt in der Nähe von Sofia/Bulgarien. Um ihre Familie zu ernähren, fährt sie seit drei Jahren mehrmals jährlich nach Österreich um zu betteln. Ulli Gladik, Kamerafrau und Regisseurin in Personalunion, begleitete Natasha und ihre Familie über einen Zeitraum von fast zwei Jahren. Der Film zeigt Natashas Alltag als Bettlerin in Österreich und die Lebensumstände in ihrer Heimat.
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Äquatorialguinea ist der drittgrößte Erdölproduzent Afrikas südlich der Sahara und das einzige afrikanische Land mit Spanisch als Amtssprache. Weder Verlage noch Buchhandlungen finden sich im Land, die Regierung zeigt kein Interesse an Kunst und Kultur. Der Film zeigt die Isolation und die schwierigen Bedingungen, unter denen die Bevölkerung, besonders die Intellektuellen und Kunstschaffenden, leben.
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Die Subkultur des rechtsradikalen Flügels in Ungarn. Rockende Slogans wie Trianon, 100% Ungarisch oder zu den Waffen begleiten die Kultband Romantic Violence, die national rock spielt. Ihr Frontmann bezeichnet sich als Patriot, zu seinen Idolen zählen die Aufständischen von 1956. Auf Touren durch die rumänischen und serbischen Minderheitengebiete verbreitet er Nationalismus und erinnert konstruktivistisch an den mittelalterlichen Ruhm des Königreichs Ungarn. Romantic Violence- hardcore Sympathisanten bestehen aus Skinheads, Folk-Enthusiasten, Fussballfans und Studenten, denen allen der Antisemitismus und das Revival der ungarischen Nation gemeinsam ist. Die Performance von Romantic Violence bei den groß angelegten Outdoor-Festivals ist viel mehr als eine harmlose Party...
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"Abandoned, not forgotten: the plight of Burma`s migrant fishers" wurde von der Internationalen Transportarbeiterföderation ITF in Genf als bester Gewerkschaftskurzfilm 2009 ausgezeichnet. Der Film thematisiert die brutale Behandlung von burmesischen WanderarbeitnehmerInnen, die in der Fischereiwirtschaft Thailands beschäftigt sind. Dabei wird über Maßnahmen seitens der Seeleutegewerkschaften berichtet, die diese Verbrechen aufdecken und grundlegende Rechte für die Beschäftigten sichern...
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NOT QUITE THE TALIBAN ist die Geschichte der Frustration eines Mannes über die modernen arabischen Männer seiner Generation, die westlich erscheinen, aber konservativer als traditionelle Araber sind. Während es viele Filme über die Integrität im mittleren Osten gibt, die von westlichen Filmemachern produziert wurden, ist NOT QUITE THE TALIBAN der erste Film von einem arabischen Regisseur, der das Risiko eingeht, über die Tabus zu sprechen.
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Ein faszinierender Film über einen Mann, der die Menschheit mit der Unmenschlichkeit konfrontierte und von den Schrecken geplagt wird, die er bezeugte. Der kanadische Arzt James Organski war 1993 inmitten der vernichtenden Hungersnot in Somalia und erlebte 1994 die Abgründe des Genozids in Ruanda. Die Dokumentation begleitet ihn zurück an die Orte des Geschehens, wo er sich den Gespenstern seiner Vergangenheit stellt. Dr. Organski, der 1999 für Ärzte ohne Grenzen den Friedensnobelpreis entgegennahm, ist einer jener Helden, von denen kaum jemand je gehört hat.
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Der weit über 70jährige Danny aus Israel gehört zur zweiten Sorte der Holocaust-Überlebenden, zumindest nach der Einteilung der zweiten Generation, der auch seine Tochter und sein Sohn angehören. Die eine Sorte redet nie über die schreckliche Vergangenheit, die zweite hört nie mehr auf damit. Danny hat seine Kinder mit dem Holocaust aufgezogen, Mauthausen und Auschwitz gehörten zu ihren Gute-Nacht-Geschichten. Jetzt erfüllt er sich einen Lebenstraum und reist mit seinen beiden Kindern und einem Filmteam zurück nach Europa, in die Vergangenheit, an die Orte seiner Kindheit, ins Ghetto, und schließlich von Lager zu Lager.
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Auf der Suche nach Arbeit strömen jährlich hunderte junge Mexikanerinnen in die Grenzstadt Juárez im wirtschaftlich prosperierenden Norden des Landes. Seit 1993 wurden über 400 dieser Frauen Opfer organisierter Vergewaltigungen und Morde. Ihre Angehörigen kämpfen um Öffentlichkeit und Aufklärung, doch Polizei und Justiz ermitteln weder gegen die mutmaßlichen Täter noch wird Anklage erhoben.
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Die weltweit größte Obstfirma in Amerika steht vor Gericht... wegen Vergiftung ihrer Angestellten. Zum ersten Mal in der Geschichte vertritt eine kleine amerikanische Rechtsanwaltskanzlei nicaraguanische Plantagenarbeiter, die wegen der giftigen Pestizide, die die Firma auf ihren Bananenplantagen benutzt, unfruchtbar wurden. Hat eine kleine Rechtsanwaltskanzlei die geringste Chance gegen ein Multi-Milliarden-Unternehmen? Ein David gegen Goliath in jeder Hinsicht. Eine interessante Dokumentation, die viel über die (Arbeits-) Verhältnisse in Lateinamerika verrät.
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Im fränkischen Städtchen Gräfenberg finden seit Jahren regelmäßig Neonaziaufmärsche statt. Das Ziel der Neonazis ist das Kriegerdenkmal der Stadt, das sie sich als Zentralkultstätte für Hitlerwehrmacht-Verehrung auserkoren haben. Aber Sie kommen stets nur bis zu einem Absperrzaun: Gräfenbergs Bürger verhindern den Nazihelden-Spuk am Denkmal mit Zivilcourage, Kreativität und bis jetzt auch mit Erfolg, auch wenn bayerische Ämter und RichterInnen seit Jahren fast jeden Aufmarsch der Neonazis genehmigen.
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1943. Der einst erfolgreiche jüdische Pferdehändler Siegmund Menne Spiegel soll mit seiner Frau Marga und der kleinen Tochter Karin in den Osten deportiert werden, was den sicheren Tod für ihn und seine Familie bedeuten würde. Sein alter Kriegskamerad Aschoff bietet an, Marga und Karin unter falschem Namen bei sich auf dem Hof aufzunehmen, obwohl auf dieses Verbrechen im Nationalsozialismus die Todesstrafe steht.
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Inspiriert von "Deutschland im Herbst", einer 1978 entstandenen Kurzfilmsammlung, beteiligen sich 13 deutsche RegisseurInnen an einem Kompilationsfilmprojekt. Damals nahmen die renommiertesten Filmschaffenden der Republik zu Terrorismus und Polizeigewalt Stellung. Heute sinnieren nicht minder große Namen über den Zustand ihres Landes. Die Wahl von Stil und Inhalt blieb den RegisseurInnen überlassen, was ein breites filmisches Spektrum ergibt.
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Eine kleine Gruppe Unerschrockener dokumentierte unter höchstem Risiko, was die Diktatoren von Burma vor der Welt unbedingt geheim halten wollten: Nach dem blutig niedergeschlagenen Protest von 1988 wagten 2007 die Mönche den Marsch für Demokratie und gegen Hunger. Dramatische Bilder von Zivilcourage und brutaler Staatsgewalt gehen um die Welt, als Videojournalisten mit kleinen Kameras unter Einsatz ihres Lebens filmen und die Aufnahmen außer Landes schmuggeln.
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Um der Arbeits- und der Perspektivlosigkeit der Litauischen Wirklichkeit zu entkommen, emigrieren nicht wenige Litauer in wirtschaftlich stärkere Länder - wie Norwegen, Deutschland oder noch weiter in die USA. Den Neuanfang mit all seinen Härten wollen die Eltern ihren Kindern nicht zumuten. So werden die Kinder in Litauen der Obhut der Großeltern anvertraut. Die Eltern sehen sie nur noch in den Ferien. Die Trennung ist für beide Seiten eine schmerzvolle und doch unausweichliche Folge des politischen Neuanfangs nach 1989.
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ON THE SUNNY SIDE OF THE ALPS ist ein Film über Slowenien. Ein wunderschönes Land, wo Glück und Freude, Toleranz und gegenseitiges Verständnis vorherrschen und immer die Sonne scheint. Tatsächlich war ON THE SUNNY SIDE OF THE ALPS der Slogan einer Werbekampagne des slowenischen Fremdenverkehrsamts, welcher zum Ziel haben sollte, das Land im bestmöglichen Licht erscheinen zu lassen. Die jüngsten rassistischen und fremdenfeindlichen Ereignisse werfen jedoch einen Schatten auf jenes Bild. Dieser Film ist eine Reaktion auf die zunehmend bizarre Situation des Landes. Ein ausgelassener Film über eine eigentlich typische slowenische Familie.
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Der surrealistische Trickfilmkünstler Jan vankmajer verdankt sein Ansehen der von ihm über Jahrzehnte hinweg entwickelten Stop-Motion-Technik sowie seinem Talent für surreale, albtraumhafte, aber dennoch witzige Filme. THE DEATH OF STALINISM IN BOHEMIA ist eine sarkastische Abrechnung, die Jan vankmajer nach dem Ende des Kommunismus in seinem Heimatland für die BBC drehte...
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ICH HABE DAVON GETRÄUMT, FRISEUSE ZU WERDEN ist ein politischer Film, der die Situation der Roma in Europa am Beispiel von Deutschland und Serbien abhandelt. Der Film ist ein Plädoyer für überfällige gesellschaftliche Zugeständnisse, die dieser größten europäischen Minderheit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen, ein Leben frei von Verfolgung und rassistischer Diskriminierung.
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Eine Familiengeschichte - normal, verrückt und außergewöhnlich zugleich. Ein Film über Exil und Heimat, über Eltern, Großeltern, Geschwister und all die anderen nahen und fernen Verwandten einer persischen Großfamilie, die teils nach Europa und Amerika emigriert, großteils aber im Iran geblieben ist. Allen Gefahren zum Trotz gibt es nach 20 Jahren ein geheimes Wiedersehen an einem für die iranische Obrigkeit unverdächtigen Ort: in Mekka. Man kommt aus Amerika, Schweden, Österreich und dem Iran angereist und es wird gelacht, gestritten, gekocht, gefeiert. Es gibt übermäßig viele Umarmungen und Küsse, und doch ist es auch ein Aufeinanderprallen der muslimischen und der westlichen Gesellschaften. Ein herzerwärmender Film zum Mitlachen und Mitweinen.
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Dank Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist heute bekannt, dass es in der Militärdiktatur Burma keine politischen Rechte gibt. Seit Jahren kämpft die Ikone des gewaltfreien Widerstands für Demokratie im Land und ist trotz Hausarrest nicht zum Schweigen zu bringen. Aber von der Unterdrückung der ethnischen und religiösen Minderheiten, weiß die Welt nur wenig.
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Eine engagierte Dokumentation über die Lebensstandards zweier postkommunistischer Staaten: Nach dem zweiten Weltkrieg übersiedelt die Krnáč Familie von der Slowakei in die Ukraine. In eine ausweglose Falle geraten, sind sie gezwungen sich in einem Dorf der kasachischen Steppe niederzulassen, wo sie 40 Jahre ihres Lebens verbringen. Erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs beschließen sie, zurück nach Europa zu ziehen. Die zwei Schwestern Tanya und Anna, sowie Annas Ehemann Dimitrij und ihre Kinder begeben sich auf den Weg in ein Land vieler Möglichkeiten, das sie nur aus den Geschichten ihrer Eltern kannten...
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Zehn Frauen berichten über ihre Erfahrungen als politische Häftlinge in iranischen Gefängnissen. Drei Generationen erzählen ihre Geschichten aus den letzten 50 Jahren und sprechen über zwei Massaker in der islamischen Republik Iran in den 1980ern, die Momente der Angst, über Widerstand und Freundschaft, Scheitern und Folter, und vieles mehr. Eine spannende und vor allem aufschlussreiche Dokumentation über die brutalen Praxen des iranischen Regimes.
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Jede Familie hat ein Geheimnis, einen dunklen Punkt, den keiner berühren will. Ihrer liegt in einem Land, das gar nicht mehr existiert: Drei Familien, aus der geschätzten Zahl von 250.000 politischen Gefangenen der DDR, kämpfen mit der Frage, wie viel Vergangenheit sie heute noch zulassen wollen. Über drei Generationen geprägt durch Trennung, Repression und Sippenhaft, sitzen manche Wunden so tief, dass sie über Jahrzehnte niemand aufreißen wollte. Jetzt werden die Kinder erwachsen und damit wächst der Druck, das alte Schweigeabkommen zu brechen. Doch wie stellt man seinen Eltern die richtigen Fragen? Will man als Kind überhaupt alles wissen? Und wer soll eigentlich den ersten Schritt machen?
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Ein Dokumentarfilm der das Schicksal vieler iranischer Frauen am Beispiel von vier derzeit in Berlin lebenden Exilantinnen schildert. Der Film beschäftigt sich mit der Vergangenheit und Gegenwart dieser vier Frauen, wie sie die Zwangsverschleierung im Iran empfunden haben und wie sie die Frage Kopftuch Ja oder Nein hier im Exil empfinden, wo Vergangenheit und Gegenwart mit der Kopftuchdebatte aufeinander stoßen. Ferner ermöglicht der Film den portraitierten Frauen eine Darstellung der gesellschaftlichen Machtverhältnisse im Iran. Ein weiterer Aspekt ist der Verlust der Heimat, Entfremdung, der Chador als Instrument der Macht und das Leben im Exil als Preis für ein selbstbestimmteres Leben.
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Eine Verwechslungsgeschichte über Maxx, einen iranischen Nachtclubsänger in Los Angeles, der vom Kulturminister des Irans eingeladen wird, als weltberühmter Musikgelehrter eine wichtige Vorlesung über Persische Musik zu halten. Maxx ist am Anfang positiv erstaunt mit welcher Wärme er begrüßt wird, und über all die schönen Einladungen zu verschiedenen kulturellen Events die er bekommt. Als die iranischen Behörden schlussendlich entdecken, dass Maxx in Wahrheit ein Rapper ist, bricht das große Chaos los.
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Anna Politowskaja, Autorin und Aktivistin für Menschenrechte, gehörte zu den wenigen kritischen JournalistInnen, die während des Tschetschenien-Krieges bewusst und kontinuierlich im Widerspruch zur offiziellen Darstellung aus der Krisenregion berichteten. Im Westen als unabhängige Journalistin anerkannt, galt sie in russisch-nationalistischen Kreisen als Feindin des Russischen Volkes. Anna Politkowskaja wurde am Samstag, dem 7. Oktober 2006 gegen 16:03 Uhr im Aufgang ihres Wohnhauses in der Moskauer Lesnaja-Straße durch mehrere Schüsse ermordet. Der Film rekapituliert Annas journalistisches Lebenswerk in ihren eigenen Worten und bietet Hintergrundinfos zum Nordkaukasus-Konflikt.
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Baw Baw Poe und Eh Kaw Htoo schmuggeln geheime Hilfslieferungen über die burmesische Grenze zu ihren Landsleuten, die sich auf der Flucht vor der burmesichen Armee im Dschungel verstecken. Die Karen sind die zweitgrößte Volksgruppe in Burma und werden seit 57 Jahren systematisch terrorisiert. Die burmesische Armee brennt Dörfer nieder, vergewaltigt Frauen und erschießt wahllos Zivilisten. Unter Lebensgefahr sammeln Baw Baw Poe und Eh Kaw Htoo Berichte über einen weithin unbekannten Völkermord in ihrer eigenen Heimat, die von ihrer eigenen Regierung zur `freien Feuerzone` erklärt wurde...
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Der Film befasst sich mit dem Abkommen von 191 Regierungen, die Armut in der Welt bis 2015 zu halbieren. Die acht so genannten Millennium-Entwicklungsziele umfassen die Bekämpfung von extremer Armut und Hunger, universelle Primärschulbildung, die Gleichstellung der Geschlechter, die Senkung der Kindersterblichkeit, die Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern, die Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten, ökologische Nachhaltigkeit, sowie den Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung. In der Mitte des Prozesses, diese Ziele zu erreichen, scheint das Problem sich allerdings nicht drastisch verändert zu haben. Acht Filmschaffende von internationalem Ansehen untersuchen nun wie ernst die Lage wirklich ist.
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Eine humorvolle Betrachtung eines ernsthaften Themas: Sozialhilfe einmal anders. Um gegen die Verarmung anzukämpfen werden in Polen anstelle von finanziellen Zuwendungen Ziegen aus der Versuchszüchtung an bedürftige Dorfbewohner verteilt, um deren Versorgung mit Grundnahrungsmitteln wie Milch und Käse zu sichern. Mit den Augen der Tiere beobachten wir das Leben des Piotr Braun, eines Schrottsammlers und Amateurrockers; der sensiblen und klugen Kinder einer mehrköpfigen Familie; des Clans, der ohne Strom und Wasser mitten im Wald wohnt...
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Das Pärchen Pia und Tom verbringt einen Sommer in der legendären marokkanischen Hafenstadt Tanger. Eines Abends treffen sie in einer Bar auf die verführerische Marokkanerin Amira. Pia ist fasziniert von der schönen Tänzerin und lädt sie zu ihrem Tisch ein. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine Freundschaft und Pia taucht in eine andere Wirklichkeit ein: In die Welt des Orients, in eine Welt mit anderen Spielregeln...
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Wie lang ist der Weg vom Zigeunerghetto bis zur Musikhauptstadt der Welt? Die Geschichte von einem Menschen, dessen Traum in Erfüllung ging: Angel Tichaliev, professioneller Musiker und Leader des Karandila Gypsy Brass Orchestra aus Sliven. Besorgt darüber, dass die Kinder seines Ghetto-Viertels in Bulgarien zur Schule gehen aber trotzdem nicht rechnen können, beschließt er etwas für ihre Zukunft zu tun. Er nimmt sich 14 Kinder aus dem Roma-Ghetto namens Nadezhda (Hoffnung) an und lehrt sie Musik...
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Der Film erzählt die Geschichte des 15-jährigen polnischen Jungen Tomak. Dieser lebt in einer deutsch-polnischen Grenzstadt und liebt die gleichaltrige Martha. Sie erwartet von Tomak allerdings mehr, als ihr Freund bieten kann. Und so versucht der Junge, mit kleinen Geschäften viel Geld zu verdienen. Als ihm das auf legale Weise nicht gelingt, wird er kriminell. Er lässt sich mit Borys ein und gleitet in eine Parallelwelt ab.
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THE QUEEN AND I ist ein Porträt der ehemaligen iranischen Kaiserin Farah, Ehefrau des letzten Schah von Persien. Der Film dokumentiert das Zusammentreffen der glamourösen Farah Diba mit der Filmemacherin Nahid Persson, einer Iranerin aus armen Verhältnissen, die als kommunistische Studentin vor den Häschern des Schahs fliehen musste. 1978, kurz bevor der Schah ins Exil floh, zählte Amnesty 2200 politische Gefangene im Iran. Doch die Erwartungen an Ayatollah Khomeni, der anstelle des Kaiserreichs einen Gottesstaat errichtete, wurden bekanntlich schnell enttäuscht.
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ROUGH CUT reflektiert das traurige Schicksal vormals femininer Schaufensterpuppen in Teheran, denen jede Weiblichkeit buchstäblich amputiert wird - und zeigt damit etwas über eine Gesellschaft, in der Männer alles Weibliche aus der Öffentlichkeit zu verbannen suchen. Seit dem Ende der 1980er Jahre, ziehen die Hüter der Moral durch die Stadt und kontrollieren, ob der islamische Dress Code eingehalten wird...
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SchülerInnen der AHS-Rahlgasse drehen Kurzfilme zum Thema Menschenrechte, die im Rahmen von this human world präsentiert, prämiert und diskutiert werden.
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Wir wurden entführt, mein Vater, meine Mutter, meine Schwester und ich. Dann brachten sie meine Eltern um und trennten mich von meiner Schwester. Abouk ist fünf Jahre alt, als er entführt wird. Wie tausende andere Kinder wurde er von regierungsnahen Milizen im Sudan entführt und in die Sklaverei gezwungen. Später wurden sie von einer Organisation befreit, die James Aguer leitet. SLAVES basiert auf einem Interview aus dem Jahr 2003.
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Die traurige Basis dieses Films ist die brutale Realität der Zusammenarbeit von TOTAL und UNOCAL mit dem Militärregime Burmas zur Durchführung des Yadana-Pipeline-Projekts. Mit der Errichtung einer Ölpipeline von Burma nach Thailand kommt es zu Zwangsarbeit, Vergewaltigung, Vertreibung und Mord an unzähligen Dorfbewohnern. Die bauenden Konzerne TOTAL (Frankreich) und UNOCAL (USA) weisen jegliche Verantwortung von sich. Über einen Zeitraum von fünf Jahren dokumentiert die Filmemacherin Milena Kaneva das Geschehen in Burma, Thailand, Europa und den USA...
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Ungarn 2001: Das Dorf bietet nichts weiter als schlecht bezahlte Arbeit und ein Leben an der Armutsgrenze. Tamás Almási begleitet eine Familie, die ihrem Los der Verarmung am Land durch die Fabrikarbeit in der Stadt entfliehen will. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft macht die Trennung von den zurückgelassenen Kindern erträglich. Der Aufstieg scheint greifbar. Man findet eine Wohnung, groß genug um die Sprösslinge nachkommen zu lassen und man träumt vom Glück. Doch dann erfasst die Fabrik einen Abschwung und die Hoffnung schwindet. Nicht wenige ungarische Dokumentarfilmer befassen sich mit dem Thema der existentiell-sozialen Verhältnisse nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Der Regisseur Tamás Almási verdankt sein Geschick den großen Meistern des ungarischen Kinos wie István Szabó, Miklós Jancsó und Zoltan Fábri.
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Im Irak richtet ein amerikanischer Leutnant eine Pistole auf einen Gefangenen, damit dieser seine Attentat-Pläne verrät. Der Offizier rettet das Leben von seinen Männern, wird aber später vor ein Militärgericht gestellt. In Großbritannien wird der ehemalige Innenminister Jack Straw mit Fällen von Gewalt und Missbrauch in den britischen Gefängnissen konfrontiert. Aber die Umstände in den Haftanstalten zu verbessern, bringt eben kaum WählerInnenstimmen. In Den Haag verurteilt der Internationale Gerichtshof einen ehemaligen bosnischen Soldaten, mit dem Wissen, dass er zu den Kriegsverbrechen mehr oder weniger gezwungen wurde. In Frankfurt droht ein Polizeibeamter einem Kidnapper mit physischer Gewalt in einem verzweifelten Versuch das entführte Kind zu retten - der Fall teilt eine Nation.
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Zlatina Rousseva ist auf der Suche nach Roma-Musikern, die sich durch Ihre Musik und Ihr Können innerhalb Ihrer Gemeinschaft bereits einen Namen gemacht haben. Virtuosi, das sindzunächst fünf legendäre Gypsy-Musiker aus dem bulgarischenThrazien. Ihre Musik wurzelt in einer jahrhundertealten musikalischen Kultur und Tradition. Virtuosi ist aber auch eine Gruppe von fünf zufällig entdeckten, jungen Perkussionisten aus dem Armen-Ghetto einer kleinen Stadt inder Region Nova Zagora. Normalerweise verdienen sie sich ihr Leben durch Einsätze auf Hochzeiten, nicht selten aber auch durch Kleinkriminalität. Nun gibt es die Möglichkeit nach Brüssel zu fahren und dort ein großes Konzert zu geben.
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Eine geschiedene alleinerziehende Mutter, ein einsamer Junggeselle und ein junger Mullah sind die Protagonisten dieses intimen Einblicks in Geschlechterbeziehungen im Iran. Ihre Geschichten kreisen um die Praxis der Zeit-Ehe, auch Lust-Ehe genannt, einer schiitischen Tradition, die es einem Mann und einer Frau ermöglicht für einen befristeten Zeitraum zu heiraten, der von einer Stunde bis zu 99 Jahren dauern kann. Legalisierte Prostitution oder ein Schlupfloch für Paare, um eine Beziehung innerhalb des repressiven islamischen Rechts zu leben?
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Im Jahr 2001, während der großen Wirtschaftskrise in Argentinien, stellte die Firma Zanón die Lohnzahlung an die ArbeiterInnen ihrer Fliesenfabrik in der Provinz Neuquén in Patagonien ein und kündigte die Schließung der Produktionsstätte an. Rund 260 ArbeiterInnen beschlossen daraufhin, die Fabrik zu besetzen und in Eigenregie weiter zu produzieren. Ein optimistischer Film, der Mut macht und mit den Sätzen schließt: Vereinte ArbeiterInnen können Dinge verändern. Das Entscheidende ist, zu teilen. Seit 2001 wurden in Argentinien 162 Fabriken von ArbeiternInnen übernommen.
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Ein Publikumserfolg nach nur drei Tagen Spielzeit, ein Aufführungsverbot über zwei jahrzehntelang. Der Zimmermann und Vorarbeiter Hannes Balla hält nicht viel von den bürokratischen Regeln der Planwirtschaft. Auf der ostdeutschen Großbaustelle Schkona, wo er gemeinsam mit seiner Arbeitsbrigade arbeitet, zählt er zu den produktivsten Einheiten am Bau, die sich notfalls fehlendes Baumaterial auch mit Gewalt verschaffen. Dennoch werden die Bauarbeiter aufgrund ihrer Produktivität von der Obrigkeit nur geduldet...
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Haile Gerima erzählt in dieser deutsch-äthiopischen Produktion die Geschichte eines Rückkehrers. Dieser ist in den 1980er Jahren vor dem politischen Terror in seinem Land nach Deutschland geflohen. Nach seiner Rückkehr in das inzwischen von einer gewählten, aber nicht minder autoritär agierenden Regierung geführte Äthiopien fühlt er sich intellektuell total entwurzelt. Gerima konzipierte seinen in Venedig dreifach ausgezeichneten Wettbewerbsbeitrag auch als Chronik von Äthiopiens jüngerer Geschichte.
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Margareth ist Kikuyu und Eric ein Luo - Angehörige zweier Stämme Kenias, die seit jeher miteinander verfeindet sind. Seit fünf Jahren sind Margareth und Eric ein Paar. Den politischen und kulturellen Auseinandersetzungen ihrer Familien und ihres Landes, deren Traditionen und strengen Geboten, setzen sie ihre Liebe entgegen, und kämpfen für eine gemeinsame Zukunft.
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Dieser außergewöhnliche Film erzählt die lebensbejahende Geschichte von einer Gruppe aus sechs Musikern, die in einem westafrikanischen Flüchtlingslager leben und dort eine Band gründen. Ein brutaler, zehnjähriger Krieg in Sierra Leone (1991-2002) vertrieb die Bandmitglieder von zuhause, kostete vielen ihrer Angehörigen und Freunde das Leben und hinterließ psychische und physische Narben, die vielleicht nie verheilen. Ihre Musik jedoch konnte er ihnen nicht nehmen...
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Während Rumäniens Bevölkerung von Angst regiert wurde, fürchtete Rumäniens Führung Radio Free Europe. Zu sozialistischen Propagandazeiten war Radio Free Europe mehr als nur ein Radiosender. Die Bevölkerung versammelte sich im Untergrund, um an Tagesinformation heranzukommen. Niemand ahnte, dass es sich um eine CIA-Operation handelte. Der Diktator Ceausescu engagierte den Top-Terroristen Carlos, der einen Bombenanschlag auf den Münchner Sender verübte. Zudem wurden Redakteure in Frankreich und Deutschland attackiert. Drei leitende Mitarbeiter wurden bei den Anschlägen getötet. COLD WAVES bringt erstmals Radiomacher, Hörer, damalige Regierungsvertreter und deren Killer zusammen. Solomon gilt als Meister der Rekonstruktion und des postmodernen Erzählduktus. Erzählt wird die Geschichte von einem Teil Europas, wo sich nichts außer subversiven Radiowellen frei bewegen konnte.
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SELL OUT ist eine vergnügliche Gesellschaftssatire über die konzernisierte Welt, in der Profitdenken jede Entscheidung beeinflusst. Die ehrgeizige Rafflesia Pong moderiert das TV-Kulturmagazin «For Arts Sake». Da die Zuschauerzahlen nicht gerade berauschend sind, wollen die Bosse des Fony-Konzerns (eine Mischung aus Sony und «phony», englisch für Schwindler), dem der Fernsehsender gehört, die Sendung absetzen. Als eines Tages unerwartet ein Dichter vor laufenden Kameras stirbt, schießen die Zuschauerzahlen plötzlich in die Höhe. Das Konzept des Kunstmagazins wird aufgegeben und das neue Format wird lanciert: Weisheiten der (vor der Kamera) Sterbenden.
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Durch persönliche Geschichten der Opfer und Interviews mit PolitikerInnen, NGO - RepräsentantenInnen und AktivistInnen, bietet Fatal Promises einen Überblick über die Realität von Menschenhandel im Gegensatz zu den rhetorischen Reden von PolitikerInnen und ExpertInnen, die behaupten bedeutende Fortschritte im Kampf gegen dieses schreckliche Verbrechen gemacht zu haben.
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Ein Globalisierungsfilm der besonderen Art. Der neueste Streifen des mehrfach ausgezeichneten bulgarischen Filmemachers handelt von Nationalismus, Vorurteilsbehaftung und interkulturellen Missverständnissen. Auf humorvolle Weise wird die Geschichte einer Schatzsuche und einer Sommerliebe erzählt. Dabei treffen unterschiedliche Nationalitäten aufeinander, die einander zuerst mit Vorurteilen begegnen. Ein bulgarischer Nationalist ist auf der Flucht vor der Mafia und zieht sich in den Herkunftsort seiner Großväter in den bulgarischen Bergen zurück, wo er auf die weit gereiste Amerikanerin mit Leidenschaft für bulgarische Folklore trifft...
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Vor ihrem 30. Jahrestag untersucht Ken Coolen, der Präsident von Vancouvers Gay Pride Parade, die internationale Relevanz der Pride - dem selbstbewussten Stehen zur eigenen Homosexualität. Er reist an Orte, an denen die Paraden noch immer mit homophoben Protesten und Drohungen konfrontiert werden und erlebt eine nach wie vor existierende Ablehnung. Der Film zeigt, dass die Gay Prides mehr als nur Paraden sind - sie sind ein großer Schritt zur Gleichberechtigung lesbischer und schwuler Menschen.
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Capitão Nascimento ist Chef des Einsatzkommandos BOPE, der Elitetruppe der Militärpolizei von Rio de Janeiro. Anlässlich des Papstbesuchs 1997 in Brasilien erhält das BOPE den Auftrag, in den Favelas von Rio vorübergehend für Ruhe zu sorgen. Nascimento leidet an Panikattacken und übersteht die brutalen Einsätze oft nur mit Hilfe von Beruhigungspillen. Seine Frau erwartet ein Kind von ihm und drängt ihn, seinen gefährlichen Job aufzugeben. Er bittet um seine Entlassung - die ihm aber nur gewährt wird, wenn er persönlich einen Nachfolger auswählt.
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www.thishumanworld.com
www.schikaneder.at
www.burgkino.at
KARTENVORVERKAUF ab 16.11.
thw INFOPOINT
Margaretenstr. 22, 1040 Wien (direkt neben dem SCHIKANEDER)
> tgl. 14 - 21 Uhr
thw BOX im MQ
Museumsquartier Wien, Haupthof (vor dem LEOPOLD MUSEUM)
> tgl. 14 - 21 Uhr
Für den Eröffnungsfilm FATAL PROMISES werden nur noch Restkarten am 3.12. an der Abendkassa im Burg Kino erhältlich sein.
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