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LIFE IN STILLS (Vorfilm: RÜCKRUF, 11`)
Tamar Tal, Israel/Deutschland 2011, OmU, DCP, 60 min.

KAMERA Daniel Kedem, Tamar Tal  SCHNITT Tal Shefi  MUSIK Alberto Shwartz  PRODUKTION Barak Heymann  (Originalsprache: Hebräisch, Deutsch / FSK: ab 0)

 

Miriam Weissenstein ist eine lebende Legende der Geschichte des Landes Israel. Die unersetzlichen Negative der Fotos der Unabhängigkeitserklärung liegen bei ihr zu Hause. Ihr Mann Rudi Weissenstein ist damals der einzige Fotograf, der die Zeremonie fotografieren darf. Zusammen mit ihm dokumentiert sie die Geschichte und die Persönlichkeiten des jungen Staates über Jahrzehnte. Wer im Schaufenster ihres Ladens in der Allenbystraße in Tel Aviv als großes Porträt hängt, der wird gewählt - so sagt man.


Miriam Weissenstein ist nicht etwa weise oder milde geworden im Alter, nein sie ist rastlos, kämpferisch und streitsüchtig wie eh und jeh. Gemeinsam mit ihrem Enkel Ben erhält sie das unendliche Bilderarchiv des Landes - schlägt jedes Kaufangebot ab und organisiert Ausstellungen in aller Welt. Die modernen Vermarktungsideen ihres Enkels findet sie ebenso seltsam wie sein unkonventionelles Leben. Mit beidem arrangiert sie sich trotzdem und streitet mit ihm lieber über wichtigere Dinge.

 

Tamar Tals preisgekrönter Film begleitet die beiden großherzigen und originellen Menschen mit viel Humor durch Höhen und Tiefen, durch private Tragödien ebenso wie bei persönlichen Höhepunkten, wie der Reise zu ihrer großen Fotoausstellung nach Frankfurt. Nach dem Film hat man den Eindruck, zwei Freunde in Tel Aviv zu haben, mit denen man gelacht und geweint hat, so sehr und so herzlich lässt einen der Film Anteil haben an ihrem bewegten Leben.

 

AUSZEICHNUGEN (Auswahl)

this human world 2012 - Publikumspreis

DOK Leipzig 2011 - Talent-Taube

Krakow 2012 - Audience Award

Shanghai 2012 - Best Documentary, Magnolia Award

Jüdische Filmfestival Berlin 2012 - Publikumspreis

Award of the Israeli Film Academy 2012 - Bester Dokumentarfilm

DocAviv 2011 - Best Film Award & Best Editing Award

One World 2012 - The Student Jury Award

Doc Edge 2012 - Best Film

 

PRESSESTIMMEN

LIFE IN STILLS erzählt mit Takt, Zärtlichkeit, Witz von der spannungsreichen Beziehung zweier außergewöhnlicher Menschen und ihrem Kampf um die Erhaltung des Familienunternehmens. (Der Tagesspiegel)

 

Für LIFE IN STILLS hat die Filmemacherin Tamar Tal Miriam und Ben über Jahre begleitet - und viel Glück mit ihren Protagonisten gehabt. Denn die küssen und schlagen sich, streiten und vertragen sich, dass keine Langeweile aufkommen kann. Vor allem Miriam und ihr trockener, bisweilen böser Humor sorgen dafür, dass LIFE IN STILLS für einen Dokumentarfilm ungemein unterhaltsam ist. (fluter)

 

Mit ihrer Dokumentation hat Tamar Tal dieser israelischen Institution ein Denkmal gesetzt und gleichzeitig einen Film gedreht, in dem eine andere Seite Israels gezeigt wird. Die politischen Probleme, der Nahost-Konflikt spielen hier keine Rolle, allein das alltägliche Leben der Bewohner Tel Avivs sind Thema - und das ist eine willkommene Abwechslung. (programmkino.de)

 

LIFE IN STILLS ist eine berührende Stippvisite bei zwei außergewöhnlichen Menschen mit einer großen Leidenschaft für die Fotografie. (tip Berlin)

 

LIFE IN STILLS ist ein wahres Kleinod... ein wunderbar lebendiger Film, der tief unter die Oberfläche geht. Ganz ohne Talking Heads, nur aus rein beobachtenden Szenen, Fotografien und alten Super-8 Aufnahmen montiert, entsteht dabei ein bewegendes, in seiner dramaturgischen Fülle und dabei Stringenz überzeugendes, äußerst unterhaltsames Porträt einer außergewöhnlichen Frau. (kino-zeit.de)

 

Ein kleiner, großer Film, der anrührt und nachwirkt. (zitty.de)

Der herzerwärmende Film lebt vom beständigen Wechsel zwischen jüdischem Witz bis hin zu schonungslosem Sarkasmus unter vollständiger Ignorierung nicht nur politischer, sondern jedweder `Correctness`. (DOK Leipzig)

 

 

Vorfilm: RÜCKRUF

Jakob Brossmann Finali - A 2010, 11 min

KAMERA José Lorenzo Wasner, Jakob Brossman Finali  FARBKORREKTUR Markus Weilguny  SOUND DUBBING Gregor Rasek  STUDIONAUFNAHMEN Ferdinand Frischlinger  ÜBERSETZUNG Lotte Kreissler

 

Mit dem Reisetagebuch seiner Urgroßmutter Gusti und einer Menge Fragen kehrt der Filmemacher von seiner ersten Israel-Reise zurück nach Österreich. Das Erste, was er macht, als er zuhause ist: Er ruft Gustis Tochter / seine Großmutter Eva an.

 

 

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