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STADT LAND FLUSS
Benjamin Cantu, Deutschland 2011, dt. OV, DCP, 84 min.

DREHBUCH Benjamin Cantu  KAMERA Alexander Gheorghiu  SCHNITT Szilvia Ruszev  TON Frank Bubenzer  MUSIK Keith Kenniff  MIT Lukas Steltner, Kai-Michael Müller, Steven Baade, Florian Born, u.a.  (FSK: ohne Altersbeschränkung)

 

Bei der Ernte wird auch sonntags gearbeitet, der Stall muss immer sauber abgefegt sein, und wenn die Mutterkuh ihr Kalb nicht annimmt, wird es von Hand aufgezogen. Marko ist Auszubildender in einem großen Agrarbetrieb im Nuthe- Urstromtal, 60 km südlich von Berlin. Besteht er seine Abschlussprüfung, ist er Landwirt. Ob er das überhaupt sein will, weiß er nicht. Außerhalb der Arbeit hat er wenig Kontakte, die elf anderen Auszubildenden halten ihn für einen verschlossenen Einzelgänger. Aber als Jacob, ein neuer Praktikant, im Betrieb auftaucht, wagt sich Marko langsam aus der Rolle des Außenseiters heraus. Bei der Ernte, beim Abfahren des Getreides und beim Umbuchten der Kälber kommen die beiden jungen Männer sich näher. Für einen Tag reißen sie nach Berlin aus und danach ist nichts mehr wie zuvor. Eine Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang - doch keiner von beiden hat sich bislang gefragt, wie und vor allem wie offen er in der Gesellschaft leben will.

 

Der erste Spielfilm von Benjamin Cantu erzählt eine schwule Liebesgeschichte auf dem Land und verbindet dabei auf originelle Weise dokumentarische Beobachtung und fiktionale Dramatisierung. Gedreht wurde auf einem Agrarbetrieb während der Erntezeit, ohne die üblichen Abläufe zu stören.

 

 

Berlinale 2011 - Teddy Award: Leserpreis der Siegessäule

 

 

...die Berliner-Schule-Variante von `Brockeback Mountain`, ein sehenswerter kleiner Film. (Der Standard)

 

Beachtlicher Debütfilm... Die beiden Jungen Männer kommen einander näher und eine in dieser Welt meist verbotene Liebesgeschichte keimt. Unaufgeregt erzählt der Film diese Geschichte, ein faszinierender Mikrokosmos wird sichtbar, in den sich eine scheue Beziehung entwickeln kann. (Die Furche)

 

Eine sensible und realitätsnahe Geschichte, die keinen Glamour braucht, um zu wirken. (Biorama)

 

Ein erfrischendes Doku-Drama anderer Art. Benjamin Cantus Debut ist ein kleines feines Meisterwerk. (gaynet.at)

 

ein Coming-of-Age-Liebesfilm mit dokumentarischer Note... Es ist dieser merkwürdige Schwebezustand zwischen dem dokumentarischen Festhalten der Arbeitssituation und den poetischen Momenten des Begehrens, der diesem Film seinen ganz eigenen Reiz verleiht. (Hamburger Abendblatt)

 

Ein Coming Out zwischen Weide und Stall - das erinnert an `Brokeback Mountain`. Und doch ist der Film von Benjamin Cantu ganz anders... überzeugend, liebenswert und authentisch. (Der Tagesspiegel)

 

STADT LAND FLUSS ist kleine, bezaubernde Perle des neuen deutschen Realismus. (Filmdienst)

 

STADT LAND FLUSS macht glücklich. (Siegessäule)

 

Das Agrargenossenschafthafte und der Zauber und das Gelöste stehen zueinander im Kontrast wie die alltäglichste Wirklichkeit und die ganz andere Perspektive und Frische und Leichtigkeit und das Verstörende der eigenen Gefühle, die sich zum Verliebtsein summieren. Diesen Kontrast fängt der Film ein. Er hat Augen für alle Momente: das Banale der glotzenden Kühe, des Schippens in Ställen und anderer Landwirtschaftsfragen; das Sublime des Körpers des Anderen und der eigenen Blicke darauf; und auch und erst recht für die gemischten Gefühle dazwischen, die Fluchtversuche in irgendein Dunkles und Fernes und er bringt am Ende alles zusammen. (perlentaucher.de)

 

Benjamin Cantus Regiedebüt ist ein Wagnis. Es gelingt, weil die Laien sich bei ihrer eigentlichen Arbeit nicht von der Kamera stören lassen. Kein Gespräch wirkt steif, keine Geste unecht. Es gelingt auch, weil die Filmemacher sich mit offensichtlicher Neugier den Abläufen in der Landwirtschaft genähert haben. Und vor allem, weil die Liebesgeschichte sich so beiläufig und dadurch so glaubwürdig entwickelt. (Berliner Zeitung)

 

 

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