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ZWEI FRAUEN
Ludwig Wüst, A 2006, 57 min.
Keine andere Form des gewöhnlichen Scheiterns, weder Krankheit noch Ruin oder Versagen im Beruf, findet einen solch tiefen, grausamen Widerhall im Unbewussten wie die Trennung. Sie rührt unmittelbar an den Ursprung aller Angst und weckt ihn auf. Sie greift mit einem Griff so tief, wie überhaupt Leben in uns ist.
(Botho Strauß)
KINOSTART
Buch & Regie
: Ludwig Wüst
Kamera
: Klemens Koscher
Schnitt
: Samuel Käppeli
Ton
: Dominic Zimmel
Sounddesign
: Jochen Petri
Kostüm/Maske
: Eva Ebelt
DarstellerInnen
: Sabine Haupt, Gina Mattiello, Dorothee Hartinger, Mascha Haupt,
Edmund Telgenkämper
Produzent
: Ludwig Wüst
Produktion
: film-pla.net
Uraufführung
: Diagonale 2006
Beta SP
Klara beginnt ein neues Leben. Ein Jahr nach dem Unfall ihres Mannes zieht sie mit ihrer Tochter nach Wien. Sie erhält ein anonymes Video. Markus, ihr Mann, scheint lange Zeit ein Doppelleben geführt zu haben. Im Lauf des Tages bestätigt sich ihr Verdacht.
Der Film zeigt 24 Stunden im Leben einer Frau. Kommunikation findet nur über Medien statt. Die Kamera dokumentiert permanent Klaras Privatsphäre und thematisiert damit das Eindringen des fremden Blicks in intime Seelenräume.
Der Film selbst ist in Video gedreht. Der Blick des Zuschauers spiegelt den Blick der Frau auf das Video. Sie sieht etwas, das ihre Existenz in Frage stellt. Der Film erzählt von Verlust und von einem Schmerz, der nicht teilbar ist.
Zwei Frauen entstand Anfang Mai 2004. Das Drehbuch wurde gemeinsam mit der Hauptdarstellerin Sabine Haupt (Burgtheater Wien) in dreimonatiger Arbeit weiterentwickelt. Die Dreharbeiten dauerten zwei Wochen. Der zweite Akt des Films wurde in Echtzeit gedreht.
Ludwig Wüst
Vorfilm: PAULA
R: Ludwig Wüst / A 2005, 15 Min. / OV, Beta SP
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